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Kanada allgemein und über das Camping

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Kanada

Wir hatten es schon zuvor gelesen und können es nur bestätigen: die Kanadier sind super freundlich und hilfsbereit. Dazu könnten wir nun x Anekdoten niederschreiben, aber dann bleibt ja nun gar nichts mehr zum Erzählen.

Allgemein gibt es schon einige Parallelen zum Nachbarland USA, jedoch auch einige Unterschiede.
Die Stromleitungen zieren zum Beispiel, genauso wie in den USA, die Straßen und verschandeln teilweise ganz schön die Landschaft.
Was jedoch sehr positiv auffiel, sind die Supermärkte und das Angebot an Obst und Gemüse. Hier gibt es viel frische Ware und man kann auch alle paar Kilometer direkt bei einem Farmer einkaufen.
Man sollte für den ersten großen Einkauf also nicht unbedingt eine große Kette wie Walmart ansteuern – Kanada hat wirklich Besseres zu bieten. Wir sind begeistert!
Klar sind Lebensmittel auch teurer als in Deutschland, das liegt aber eher an unseren heimisch niedrigen Preisen. Wir waren sehr froh, dass wir uns weitestgehend wie zu Hause ernähren konnten.
Auffällig war weiterhin, dass es in jedem Ort – und ja, wirklich in jedem Ort – mindestens einen Golfplatz gab. Das scheint wirklich die Sportart für Jedermann zu sein.
Auf den Straßen sahen wir viele Volkswagen, darunter besonders Jetta, und Golf der älteren Generationen, aber auch mal einen top modernen GTI. So einen super schicken Polo Blue GT haben wir hingegen nicht gesehen ;o)
Was schon fast nervte: an jeder Ecke Deutsche! Ich hatte bisher gar nicht so wahrgenommen, dass Kanada das gefragte Urlaubsland unter den Deutschen ist, aber wir haben wirklich immer wieder welche getroffen.

Dennoch – wir werden wiederkommen und wären auch gerne länger geblieben.
Anbei unsere finale Route von ca. 3.100 km.
Blau = tatsächliche Route, Orange = geplante Route. Ein Klick auf das Bild vergrößert die Karte.

Karte

Camping

Zum Thema Camping haben wir Einiges dazu gelernt und ich persönlich muss auch sagen: ich bin positiv gestimmt nach dem ersten WoMo-Urlaub. Klar, es war schwer sich vorher eine wirkliche Vorstellung zu machen, aber wir haben den direkten Vergleich zu unserer letztjährigen 2-wöchigen USA Reise. Da haben wir gleiche Kilometerzahl in der Hälfte der Zeit per Auto und nur mit striktem Hotel-Plan geschafft.
Im WoMo gibt es zwar vor der Abfahrt das übliche Ritual (alle Kabel und Schläuche ab, Fenster zu, alles was umfallen kann weg räumen, den Slide-out einfahren, einmal durchfegen), dennoch bleiben die Dinge an Ort und Stelle und man schleppt nicht ständig seinen Koffer von A nach B.
So hat alles irgendwie seinen Platz, man findet es schnell wieder und fährt eben dort hin, wo es gefällt. (Ein Teil der Leserschaft kennt dies vielleicht vom Boot.)

Unser WoMo haben wir von der Firma CanaDream geliehen.
Die Wohneinheit war 26,5ft lang, inklusive Fahrerhaus 28ft. Das sind umgerechnet 8,5 Meter. Höhe: 3,7 Meter.
Es bot eine komfortable 2,5 Raumwohnung, wir hatten ein Schlafzimmer, ein Wohn- und Esszimmer inkl. Küche, ein kleines Tageslichtbad (!) und dazu noch den Bereich in den Alkoven, der weitere Schlafplätze geboten hätte, für uns aber nur Ablagefläche war.
Durch Gas, Batterien und Tanks an Board kann man weitestgehend 2-3 Tage autark sein, jedoch ist ein Strom- und Wasseranschluss an den meisten Campingplätzen vorhanden und hilfreich.
Aber macht euch hier doch einfach selbst ein Bild von unserem WoMo:

Was dennoch zu sagen bleibt: Wer sich ein WoMo von CanaDream mietet, dem fehlen ein paar Dinge in der Ausstattung:
Schere, Axt und diese kleinen Plastik-Stufen, mit denen man eine Schräglage ausgleichen kann, vermissten wir schmerzlich. Ersteres hatten wir noch dabei, die letzten beiden Dinge nicht.

Und hier noch eine kleine, aber feine Fundgrube von „Camper-Kuriositäten“, die wir im Laufe der Zeit gesehen haben:

  • WoMo’s, so groß wie Busse
  • riesen WoMo’s, die noch einen Jeep Cherokee hinter sich her zogen
  • eine Katze wohnt im WoMo
  • ein autarker Radfahrer inkl. Gepäck und Solarzelle
  • ein Aufklapp-WoMo
  • Und einen habe ich noch: Torsten und Daniel trafen einen Teil einer Schweizer Reisegruppe. Diese waren auch mit mehreren Wohnmobilen unterwegs, mehrere Paare. Nun kommen die erschreckenden Fakten: 12 Paare, 12 WoMo’s, hintereinander her, eine gemeinsame Reise! Hatten wir ein Glück, dass diese Gruppe nie vor uns auf den Campingplätzen auftauchte!!!

    Nun haben wir über unsere Reise berichtet, über das, was gut lief, über das, was fehlte, über das, was gefiel, über das, was missfiel…
    Was ich auf keinen Fall verpassen möchte ist, auf drei sehr wichtige Dinge für das Camping aufmerksam zu machen und mich zu bedanken!

  • Ingmar aus Z. – Auch wenn es nur an einem einzigen Abend Mückenalarm gab, das handelsübliche Autan von Sylvie und Daniel half nicht viel. Herzlichen Dank, dass du an uns gedacht und Deet für uns importiert hast. Ich bin mit nur zwei Stichen davon gekommen!
  • Opa aus M. – Ohne die beiden Ferngläser hätten wir die Grizzly- und Schwarzbären, die Orcas und den Buckelwal bei weitem nicht so gut beobachten können. Auch zur Suche nach den Bibern wurde es mitunter eingesetzt. Danke für den Verleih – sehr hilfreich!
  • PoelPaps – Wenn man mit zwei WoMo’s hintereinander her fährt, gibt es keine bessere Lösung, um sich kostengünstig abzustimmen und auszutauschen – danke für das Ausleihen der Walkie-Talkies!
  • In diesem Sinne, Grüße nach Z. an Ingmar, nach M. an Opa und nach P. an PoelPaps und natürlich an den Rest der treuen Leserschaft – das war der letzte Beitrag zum Thema Kanada, wir hoffen euch hat das Lesen Spaß gemacht!

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    1. Pingback: Neuseeland – das war unser Wohnmobil | Kopfkino

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