Kopfkino

MTB Freeride Saalbach-Hinterglemm

| Keine Kommentare

Zwei Wochen sind rum und ich wieder im Besitz elektronischer Hilfsmittel zur Kommunikation an die Aussenwelt. So schreibe ich mal ein paar Zeilen zum Urlaub der letzten Woche: MTB Freeride in Saalbach-Hinterglemm
Zusammen mit Steffi und Andreas machten ich mich am vergangenen Sonntag (10.08.2008) auf in Richtung Österreich. Aber lest selbst.

1. Tag – Anreise
Tja, da gibt es nicht so viel zu berichten. Bis auf die Tatsache, dass der Nissan von Steffi und Andreas irgendwelche Macken hatte und sich die Abreise um ein paar Stunden verz̦gerte Рwas aber ansich kein Thema ist, da es ja ohnehin nur der Anreisetag war.
Also tingelten wir gemeinsam recht genüsslich nach Hinterglemm in unser Appartement und liessen den Abend mit einem guten Essen (ein irre großes Schnitzel) und ein wenig Single Malt ausklingen. In voller Vofreude auf den kommenden Tag.

2. Tag – Hackelbergertrail und Adidas Freeride

Da wir ja ansich für jeden Tag eine geführte Tour mit im Preis hatten oder haben sollten, fanden wir uns heute gegen 09:30 Uhr am Bikehotel Conrad in Hinterglemm ein, nur weniger Meter von unserer Unterkunft entfernt.
Tja, da trafen sich dann noch viele andere Leute, aber alle mit komischen CC-Bikes und Derweilen ausgestattet. Also mehr Präferenz auf Uphill denn auf Downhill.
Eine nettes Madel sprach uns schliesslich an, wem wir uns denn wohl anschliessen wollen. Nun ja, mehr einer Freeride Truppe sollte unsere Wahl sein.
Ja, gibts nicht so wirklich, verkündete sie. Doof, dachten und sagten wir und machten uns selbst auf die Socken auf den Hackelbergertrail.
Ich kenne jenen, jedoch nur in totalem Nebel und Regen.
Letzteres konnte uns heute nicht passieren, da spektakulär gutes Wetter die Tagesordnung füllte. Also kurzes Pedalieren nach Saalbach zum Schattberg XPress. Rauf auf den Schattberg, dann Richtung Westgipfel. Vom Ostgipfel aber bestenfalls den linken Weg über das erste Gatter nehmen. Der ist zwar auch viel mit Schieben versehen, aber eher kurz und dazu noch weitestgehend ohne Publikum und mit sagenhafter Aussicht.
Am Ende, kurz unter dem Westgipfel, geht es dann rund. Wow, sehr flowig. Fast eine Vollgasstrecke. Dennoch sehr nett. Hierzu gibt es ein nettes Video bei Youtube.
Nächster Stopp: Hackelberger-Alm, ein kühles Blondes, und weiter geht die Jagd zum Bergstadl. Nach der ersten Kurve nach der Hackelberger-Alm kurz links rein und die Serpentine abkürzen. Am Ende wartet ein netter Abgang auf die Strasse. Die Strecke anschliessend ist dann aber auf einer Schotterpiste und eher langweilig. Nutzloses Vernichten wertvoller Höhenmeter also. Nicht so ganz mein Fall.
Unmittelbar nach dem Bergstadl geht es links runter durch den Wald. Hier haben wir uns kurz aufgesplittet, da es doch recht heftig wird. Gerade, wenn man sowas zum ersten Mal bestreitet – was ja auch völlig OK ist. Der Schotterweg verläuft weiterhin als Serpentine ins Tal, so kann man diese Passage umgehen-
Hinter dem Bergstadl kommt zunächst ein kurzer Abschnitt. Super steil, teilweise verblockt. Gerade die S-Kurve ist super. Da muss man sich schon zusammenreissen, um ohne Schmutzfuss auszukommen.
Ab hier bekomme ich die Strecke aus dem Hirn nicht mehr ganz zusammen. 🙂
Ich wüsste aber, wie ich fahren müsste, wenn ich wieder dort wäre. Mit meiner weissen Perle (Specialized Demo 7.1) bügelt man diverse Wurzelpassagen einfach nieder. Gerade bei trockener Strecke heisst es einfach nur ‚Draufhalten‘.
Irre, was das Bike schluckt. Gerade die argen Wurzelpassagen, bei denen ich noch mit dem Bionicon so richtig zu kämpfen hatte (okay, es regnete), werden nun eher locker fahrbar. Super.
Zwischenzeitlich gibt es einen unheimlich technischen Trail. Feines Teil, aber noch bekomme ich das Demo im Hinterteil nicht sauber umgesetzt. Aber das wird noch. Also musste ich gelegentlich auch mal um die Ecken schieben. Passt.
In Summe eine absolut feine Tour – auch wenn sie etwas länger gedauert hat. Aber meine beiden Mitfahrer können a) nicht mit dem gleichen Material und b) nicht mit der gleichen Technik aufwarten. Was ja auch völlig normal ist, wenn man sowas noch nie gefahren ist. Und ein Meister fällt bekanntlich nicht vom Himmel.
Wetter toll, Menschen toll, Strecke furztrocken, Bike irre gut, alles gut. Wir hatten viel Spass.
Anschliessend sind wir dann mehrmals die Adidas Freeride Strecke in Hinterglemm hoch und runter.
Die Blueline kenne ich nur als reine Schlammpassage. Heute war jene aber sehr trocken und ansich super. Nicht wirklich steil, technisch eher einfach. Dafür kann man da aber Gas geben. Geht auch gut in die Knochen. Und zum Ende bin ich die Strecke brutal schnell runter. Spaß pur.
Ich bin dann auch die Pro-Line (oder auch Freeride-Strecke genannnt) gefahren. Oooooh, da ging mir das Herz auf. Eine seeeeehr leckere Strecke. Steil, abartig steil, weniger steil, kurvig, Spitzkehren … gerne auch alles in Kombination 🙂 . Dazu nette Nortshore Anteile, Drops, Anlieger und Steilwände. Yeeaah. Die macht Laune.
Leider hat es mich da einmal recht derbe gewickelt: Steilkurve nach links, im Prinzip nur ein schmaler Grad in Form eines ausgewaschenen Weges, links und rechts ging der Pfad hoch. Da wollte auch mein Vorderrad hin. ICH ABER NICHT!!
So entschied sich das Rad für den rechten Weg, was für spektakuläre Stürze auch besser ist – aber nicht so ganz mein Ding war. Ich hatte das Sagen verloren, das Rad ging aus der Spur, ich war dennoch in der Kurve. So steuerten wir auf den Abhang zu. Gebremst wurde das Rad durch einen 10cm hohen Bretterzaun. Ich mal wieder nicht!
Ich ging rechts den Berg runter, blieb ab irgendwie mit dem rechten Fuss sowohl am Rad wie auch am Zaun hängen – was mir eine recht ansehnlich Wunde vom Knöchel bis zur Mitte der Wade bescherte. Unten am Knöchel sogar recht tief, musste ich dann erkennen. Aber was solls, weiter gehts.
Tja, so oder so ähnlich endete die Tour. Ich bin dann noch zweimal die Blue-Line im Vollgasmodus runter und war anschliessend mehr als platt.
🙂
Juchei. Ein schöner Tag

3. Tag – 2-Gondel-Tour

Heute wollten wir mal eine etwas sanftere Tour anstreben. Daher hatten wir uns die 2-Gondel-Tour ausgesucht.
Jene startet günstigerweise direkt vor unserer Haustür. Sprich an der Reiterkogelbahn. Diese Bahn also hinauf und dann ab zum Reiterkogel.
Ab hier beginnt nun der eher blöde Teil. Es geht eine Schotterstrasse hinauf zur Reiterkogelalm. Jene haben wir mal nicht genommen 🙂
Gleich hinter dem Parkplatz steht ein Wegweiser zur Alm. Dieser Weg führt aber einfrach nur parallel zur Strasse. Schön doof von uns, denn da muss man dauernd schieben.
Egal, irgendwann waren wir dann doch oben und wussten nicht so ganz genau, wie die Strecke weiter verläuft. Letztendlich fanden wir den Weg aber doch. Auch hier ging es eher langweilig auf einer Schotterstrasse daher, welche zudem noch laufend von Viehgattern unterbrochen wurde. Ätzend.
Nach einer kleinen Steigung kommt anschliessend ein Elektrozaun. Diesen noch durchfahren, den kommenden Zaun auch noch. Glaube ich. Jedenfalls geht es irgendann links rein auf die Wiese.
Den Weg haben wir genommen. Hier beginnt gleich mal ein nettes kleines Stück Bretterweg, mitten auf der Wiese. Aber einfach zu fahren.
Weiter geht es hier bergab. Durchaus recht nett, aber mehr oder minder anspruchslos.
Später endet der Trail wieder auf einer Schotterstraße (da steht ein Schild mit Reiterweg, Mountainbiken verboten oder sowas in der Art). Da wir nicht so recht weiter wussten, sind wir den Schotterweg ins Tal runter. Leider die falsche Entscheidung.
Und angekommen waren wir noch immer nicht so wirklich in Saalbach an der Gondel. Mist. Also wieder eine fiese Schiebepassage hinauf und dann endlich wieder abwärts. Das hätte man sich sparen können, wären wir am zuvor genannten Schotterweg einfach den Trail weiter gefahren. Aber so lernt man das eben.
Die Kohlmaisbahn erreichten wir um 11.50 Uhr. Verdammt, ab 11.45 Uhr machen die Pause bis 13.00 Uhr.
Also rein nach Saalbach und erstmal Mittag und Bierchen. Fein.
Gegen 13.00 Uhr machten wir uns dann auf gen Kohlmaisbahn und von dort ab auf den Gipfel. Hier wusste ich nicht mehr so genau weiter. Im Tourenplan stand was von Thurneralm. Dorthin bewegten wir uns dann direkt. Doch das erwies sich als Fehler, da der Weg dorthin nur von einem kleinen Trail begleitet wurde (auf dem Andreas gleich mal einen astreinen Bauchklatscher in den Schlamm präsentierte). Der Trail ist aber durchaus nett. Man muss von der Gipfelstation flux runter zum Panorama-6er (im Sommer nicht in Betrieb). Hier NICHT das Gatter überqueren, sondern direkt über die Wiese in den Wald. Anschliessend musste man wieder ein Stück rauf bis zur Panorama-Alm.
Von hier aus ist der Weg einfach in Richtung Spielberghaus. Kurz vor jenem wieder links ab von der Schotterstrasse und den kleinen Trail bis zum Haus nehmen.
Angekommen gab es ein Wiedersehen mit Bine und Walter. Wie versprochen wollte ich mich mal wieder bei denen blicken lassen, natürlich gekleidet im Spielberghaus-Trikot und mit neuem Bike.
Bergab gen Saalbach dann noch schnell den Höllentrail mitgenommen, weiter auf der Schotterstrasse und rechts hinein in den Paschatrail. Ansich nicht für Mountainbiker gedacht, wir sind dennoch rein.
Ein paar Wanderer waren auch unterwegs, kein Wunder bei dem tollen Wetter. Zum ersten Mal konnte ich den Paschatrail in der trockenen Variante fahren. Toll!
Nach dem Trail ging es dann nur noch bergab nach Saalbach und von dort aus ganz locker pedalierend nach Hinterglemm. So endete auch dieser durchaus schöne Tag!

4. Tag – 5-Gondel-Tour

Der Tag fing durchaus super an. Der Himmel war bedeckt, es war angenehm kühl draussen und über Nacht gab es leichten Regen. Erträgliche Konditionen.
Also machten wir uns zum Bikehotel Conrad auf, dort wollten sich alle Freeride der Tour treffen.
Meine Befürchtungen stellten sich umgehend ein: 99% Click-Pedal-Fahrer, 2-3 Hardtails und sogar ein Gerät mit starrer Gabel. Irre, das kann ja was werden.
Der Start war an der Reiterkogelbahn. Also rauf und weiter Richtung Reiterkogel. Hier geht es kurz bergauf (ich glaube 100-150Hm). Oben war ich mit meinem schweren Demo gleich mal durch (siehe 2-Gondel-Tour, diesmal aber der direkte Weg über die Schotterpiste).
Von hier aus gehts dann weiter auf bereits gestern befahrenen Schotterstrecke. Langweilig. Dann wieder ab über die Wiese über die ersten schmalen Bretter. Nett.
Rein in den leichten Wald, etwas mehr bergab. Auch nett.
Dann die besagte Kreuzung, die wir gestern offensichtlich falsch abgebogen sind. Hier einfach über den Schotterweg auf den nächsten Trail.
Jener beginnt ganz nett (hatte ich schon gestern gesehen) mit einem sehr schmalen Brett, welches dann etwas breiter wird. Das Ganze aber auf einer schönen Länge. Links und rechts schlammige Wiese. Toll. Absteigen gilt nicht 🙂
Ab hier dann mehr oder minder runter zur Kohlmaisbahn in Saalbach. Rein in die Gondel und rauf auf den Berg.
Von hier aus startet ein durchaus toller Trail Richtung Leogang/Aspitz, schön verwurzelt, teilweise nett verblockt. Technisch schon ganz okay, wenn die Wurzeln nass sind. Leider geht er wenig, wenn auch stetig, aufwärts. Das kostet mit meinem 18,5kg Geschoss massiv Kraft.
Auch die weichen Federn sind für leichte Bergauf-Passagen eher nicht so gedacht. Mal kurz durchaus, aber nicht auf mehreren Kilometern.
Am Ende angekommen fehlte dann Andreas aufgrund eines Schadens an der Hinterbremse. Er wollte umkehren und den Veruch einer Reperatur unternehmen.
Wir schossen also weiter nach Leogang und anschliessend auch ins Tal.
Bis zur Mittelstation ist es eher langweilig. Man kann die Schotterpiste nehmen oder auch gerne den Trail, der rechts (wenn man den Berg hinab schaut) von der Wiese nehmen. Oben ist jener durchaus fahrbar. Anschliessend sehr schwer und für 99% der Anwesenden unfahrbar.
Ab der Mittelstation beginnt dann der Bikepark und die Gruppe teilte sich auf. Ein paar fuhren einen Trail hinab (jenen kenne ich noch gar nicht) und ein paar Wenige, wie auch ich, durch den Bikepark.
Ich fand es nett, musste unten jedoch seeeehr lange auf die Truppe warten. Und anschliessend war ich etwas enttäuscht, da wir den Park nicht noch einmal befahren sind.
Also wieder ganz nach oben und erst einmal zum Mittag in der Reiterschmiede einkehren (dort muss man sich mal unbedingt die Herrentoilette anschauen). Dort fand sich dann auch Andreas wieder ein. Super.
Von hier aus ging es dann Richtung Saalbach zum Schattberg-XPress. Der Abschnitt über das Spielberghaus wurde aufgrund mangelnder Zeit ausgelassen. Wir fuhren irgendwie anders auf einem Trail zur Maisalm.
War auch nicht so schlecht, aber eher technisch eine Null. Nun ja. Und ich musste mich auch mal wieder einen Berg hinauf kämpfen. Freerider müssen arg leiden.
Jetzt sollte ansich der schönste Abschnitt der Tour folgen: Der Hackelbergertrail.
Also rauf auf den Schattberg-Ost und zum Westgipfel pedalieren. Dorthin führt eine Schotterstrasse, die zu diesem Zeitpunkt im Nebel lag. Zum Glück. Denn das Teil ist einfach nur krank.
Man muss so schätzungsweise 150-200Hm überwinden. Und die Strasse wird am Ende so ekelig steil, dass selbst Schieben zur reinen Qual wurde.
Meine in der ersten Tour beschriebene Strecke ist wesentlich besser.
Ab jetzt geht es nur noch abwärts. Der Hackelbergertrail war ja schon am ersten Tag dabei. Nun konnte ich wieder die Erinnerung abrufen und noch aggressiver fahren. Dem Guide hinterher (oder manchmal er auch hinter mir) ballerten wir Richtung Tal.
Die Geschwindigkeit, mit der wir die Trails nahmen, war schon recht ordentlich. So viel mehr wäre da nicht mehr gegangen.
Hinter dem Bergstadl dann wieder links rein. Den Teil mag ich. Glücklicherweise war es mehr oder minder trocken. Ich war schon etwas stolz, als ich jenen ohne Absteigen beendete. Besonders die erste S-Kurve hat es in sich.
Weiter gehts also.
Es gibt dann noch ein kleines Stück, welches sich auf einem offenen Hang befindet. Recht steil und sieht wie eine abgeholzte Stelle im Wald aus und endet anschliessend auf einer Wiese.
Hier bin ich dem Guide leider zu dicht aufgefahren. So konnte ich meinen Versuch, den Teil ohne Absetzen zu Meistern, gleich abbrechen. Mist. Aber die Strecke fällt noch 🙂
Jetzt kommt wieder der Teil mit den argen Spitzkehren. Da muss ich leider passen. Da klappten nur die ersten beiden Kurven. Der Rest ist eine Nummer zu verwinkelt, da bekomme ich das Rad nicht rum. Macht ja nichts. Kurz runterschieben und ab die Post.
Tja, so oder so ähnlich endete dann die Tour.
Die fünfte Gondel gibt es nicht wirklich. Jene würde auf den Zwölferkogel führen, was keineswegs verwerflich ist. Doch von hier aus führt scheinbar nur eine Schotterstrasse den Berg hinab. Das kann man sich dann doch schenken.
In Summe einen nette Tour, welche aber ansich nur durch den Hackelbergertrail annehmbar ist. Okay, die anderen Trails sind auch super. Aber diese Bergauf-Passagen sind einfach nur ätzend. Oder man befährt die Tour mit einem anderen Rad. Doch dann sollte man die Tour nicht mit Freeride betiteln.
Für den heutigen Tag waren es einfach zu viele Anstiege. Und schwere Freerider wuchtet man da nicht mal so eben hoch.
Die Gruppe war meiner Meinung nach mit 16 Personen auch zu groß und die passende Technik nicht bei allen vorhanden.
Die Guides sind auch eher dürftig. Denn es gab anfangs noch nicht mal eine Art Briefing. Gar nichts. Wir wurden auch nicht mal gefragt, wie denn so unsere Präferenzen und technischen Fähigkeiten wären.
Sehr schwache Leistung, welche wir aber mittlerweile vom Bikehotel-Conrad gewohnt sind.
Eventuell verliere ich später noch ein paar Worte dazu.

5. Tag – Ausschlafen und eine softe Tour (nun ja, so war es angedacht)

Gepennt wurde bis ca. 10 Uhr.
Ich nicht, ich bin um 9 Uhr ins Dorf getingelt und habe die frisch gewaschenen Klamotten abgeholt. Meine Hose sah nach den drei Tagen eher nach Wegschmeissen aus.
Ein netter Mix aus extrem viel Schweiss, Wasser, Modder und sicherlich auch viel Kuhmist. Sehr lecker. 🙂
Dummerweise wurde sie auch nicht wirklich sauber durch das Waschen. Aber allemal besser als ungewaschen.
Also machten wir uns mal so richtig spät auf zur Gondel. Irgendwie steckte uns allen die Müdigkeit in den Knochen. Meine erste Tour zusammen mit Steffi und Andreas auf der Adidas Strecke war eher schlecht als recht.
Ich konnte mich kaum konzentrieren und die Knochen waren seeeehr müde. So machte das keinen Spass.
Ich bin die Runde dann noch ein zweites Mal gefahren – half aber auch nicht sonderlich. Obwohl es ein wenig besser lief.
Aufgrund des warmen Wetters war ich heute aber nur mit leichtem Schutz unterwegs (also ohne Brust- und Rückenpanzer) und wollte daher auch nicht so viel riskieren.
Steffi wollte dann zunächst ein paar technische Grundlagen erweitern. Also radelten wir zum Technikgelände, knapp ausserhalb von Hinterglemm. Für mich eine willkommene Gelegenheit, um ein wenig zu chillen und die Seele baumeln zu lassen. Eventuell kommt ja so der Wille zurück.
Gegen 14.30 Uhr machten wir uns dann auf in Richtung Saalbach zur Kohlmaisbahn. Wir wollten direkt vom Kohlmais einen für mich neuen Trail testen. Die Empfehlung kam von Walter, dem Chef des Spielberhauses. Später sagte mir seine Frau, dass es sein Lieblingstrail sei. Hätte ich das mal früher gewusst 🙂
Der Trail fängt direkt am Ausgang der Kohlmaisbahn an. Kurz runter bis zum Tor, dann direkt wieder den Berg rauf. Man erahnt diesen ganz kleinen Pfad.
Ab hier wirds knackig. Das Ding ist stellenweise unfahrbar – also für mich. Walter sprintet da vermutlich nur so durch.
Teilweise ragen aber auch die Bäume direkt in den Weg, was das Fahren ebenso recht unangenehm macht.
Wenig später (oder auch nicht, ich weiss es gar nicht mehr so genau) sticht der Trail auf den Saalbacher Höhenweg. Ab hier wird es ‚flowig‘. Der Trail hat ein paar leichte Anstiege, aber ohne wäre es ja auch massiv langweilig.
Ein paar Passagen waren auch hier nicht wirklich fahrbar. Oder eventuell doch. Aber wie gesagt, ohne Panzer wollte ich mal nicht so viel riskieren. Für mich aber ein super Trail. Ansich der beste technische Trail, den ich bis jetzt in Saalbach-Hinterglemm gefunden habe.
Irgendwann steht auf dem Weg auch das Spielberghaus ausgeschildert. Dieser Beschilderung einfach folgen.
Am Ende der Passage im Wald kommt nochmals was ganz Nettes. Man kommt hier aus dem Wald, quasi direkt oberhalb des Spielberghauses. Einfach nur ein paar Höhenmeter höher.
Und diese Höhenmeter werden durch eine abartig steile Strecke überwunden. Aber super. Mitten auf dem Hang schlängelt sich ein ein kleiner Pfad gen Tal/Spielberghaus. Einfach irre … und eventuell leicht gefährlich, da links und recht weder Baum noch Strauch stehen, die einen im Zweifelsfall aufhalten. Wer hier mal vom Weg abkommt, der kullert mit etwas Pech bis runter zur Strasse.
Der Trail endet ganz knapp oberhalb des Spielberghauses auf der Schotterpiste, welche man auch direkt von der Gipfelstation der Kohlmaisbahn nehmen kann .. an einer kleinen Alm, auf der gerne mal ein paar Pferde stehen.
Hier also noch ein paar Meter runter, dann kurz vor dem Spielberghaus links rein und den Trail bis zum Spielberghaus nehmen. Kurz aber nett.
Dort angekommen haben wir uns dann erst einmal ein Mittagessen/Abendbrot gegönnt. Leider wurde es recht schnell frisch, da die Sonne bereits hinter den Bäumen verschwand. Und so direkt im Wind war es dann nicht mehr so warm.
Angesichts der Zeit und aufgrund der Tatsache, dass kommenden Tag, also am Freitag, ein Feiertag ist, sind wir dann direkt ins Tal und haben noch schnell ein paar Kleinigkeiten eingekauft.
Okay, den kleinen Höllentrail vom Walter konnten wir nicht auslassen. Ich hätte auch noch gerne den Paschatrail mitgenommen, aber der wird ja auch morgen noch da sein. Bestimmt. Und ansich darf man den ja auch gar nicht befahren.
Tja, nach dem Pedalieren zurück nach Hinterglemm war uns auch wieder reichlich warm, aber wir hatten kühles Blondes im Gepäck. Super!
So endete also der tolle Tag. Super Wetter. Nicht zu anstregend. Und der Trail hat mich mehr als beglückt.

6. Tag – faul sein, wenig machen, Regen beobachten
Tja, wie im Titel zu erkennen, wurden wir heute vom Regen heimgesucht. Glücklicherweise sah es bereits beim Frühstück nicht sonderlich gut aus. So entschieden wir uns kurzerhand für einen ruhigen Vormittag. Sollte das Wetter besser werden, so könnten wir noch immer auf die Piste.
Der Plan zog uns nach Zell am See, quasi direkt um die Ecke. Dort machten wir einen kleinen Spaziergang und begaben uns mit einsetzendem Regen in ein kleines Cafe zu Kaffee und Kuchen.
Einige Zeit später machten wir uns wieder auf den Weg zurück nach Hinterglemm, bewaffnet mit zusätzlicher Welt- und MTB-Lektüre. So starteten wir bei heftigem Regen unseren Nachmittag in der Wohnung. Auch mal ganz gut.
Am Nachmittag besserte sich die Lage ein wenig und nach dem Mittagessen verschwand der Regen. Hoffentlich bleibt dies so, denn ansonsten sind die Trails morgen noch immer so richtig nass. Fahren klappt dann immer noch, ist aber weitaus gefährlicher. Ich habe alle Trails bei Regen kennengelernt, doch man muss das ja nicht laufend wiederholen. 🙂
Am frühen Abend haben wir dann noch eine Runde Minigolf auf der örtlichen Anlage eingelegt. Hat Spass gemacht. Die Anlage ist ganz nett.
Anschliessend folgte das obligatorische Abendbrot in irgendeinem Restaurant. Heute fiel die Wahl auf einen Chinamann. Na ja, da gibt es nur einen in Hinterglemm, glaube ich jedenfalls. Und jener ist nicht wirklich zu empfehlen. Das Essen war eher mittelmässig. Schade.
Demnach fand auch dieser Tag ein Ende.

7. Tag – und ebenso letzter Tag mit sportlicher Ertüchtigung
… hatten wir uns jedenfalls so gedacht. Dem war dann aber doch nicht so. Es regnete die gesamte Nacht durch. Und auch an diesem Morgen sah es sehr mies. Besserung war frühestens für den Nachmittag, eher aber für den kommenden Tag angesagt. Das würde uns herzlich wenig bringen und so entschlossen wir uns für eine frühzeitige Abreise. Schade.

Fazit: aber nur kurz
Es war mal wieder ein ganz feiner Urlaub, auch wenn die letzten Tage durch schlechtes Wetter eher dürftig ausfielen. Jedoch blieben uns die ersten vier Tag zum Fahren, mit super Trails und toller Stimmung.
Leider war ich zur Abreise noch nicht fertig. Ich bin noch immer total zappelig und würde gerne noch eine abschliessende Abfahrt machen. Hoffentlich geht das zum Wochenanfang vorüber.
Wer nach Saalbach zum Freeride kommt, der sollte sich nicht zwingend an die Touren des Bikehotels Conrad klemmen. Denn wie gesagt, die normalen Touren sind NICHT Freeride tauglich. Dann eher Geld in einen eigenen Guide investieren oder auf eigene Faust los.
Oder einfach mal mit mir los!! 🙂

Hier gibt es auch noch ein paar visuelle Eindrücke.
Ich kann den nächsten Trip kaum abwarten. Ich bin vollends infiziert.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.