Kopfkino

Ein sportliches Wochenende!

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Nachdem ich nun näherungsweise seit drei Wochen keinen echten Sport mehr getrieben hatte, kam Andreas mit dem Vorschlag Bikepark gerade zur richtigen Zeit um die Ecke.
Sein Vorschlag war also, dass wir uns am Samstag zum Bikepark Hindelang bewegen. Hindelang war mir bis dato völlig unbekannt. Aber nun ja.
Die andere Idee war der Bikepark Oberammergau. Ansich die bessere Idee vom Park her, aber auch weiter weg.

In Oberammergau hatte es aber scheinbar so viel geregnet, dass die am Samstag noch nicht wieder öffnen konnten. So ging es also ab nach Hindelang.
Angesichts des Verkehraufkommens war das wohl auch die bessere Wahl. Samstag muss mal wieder Bettenwechsel gewesen sein. Die Straßen waren ekelig voll.

So kamen wir bei spektakulärem Wetter in Hindelang an und machten uns gleich an die Erkundung der Strecke.
Hindelang unterteilt sich quasi in drei Strecken. Schwarz, gelb und grün.
Grün sollte ansich die einfachere Strecke sein. Dem ist aber scheinbar nicht so, sagte man mir in der Gondel. Die wäre weiter unten wohl recht rockig.
Schade, bin ich gar nicht gefahren.
Das lag aber eher daran, dass der obere Teil auf der gelben Strecke entlang führte. Und sowas Bescheidenes habe ich selten gesehen. Die gelbe Strecke ist quasi ein sehr breiter Karrenweg, der mit abartig groben Schotter und dicken Steinen ausgelegt ist. Dazu ist der Weg noch ausgewaschen. Schrecklich. Sowas finde ich wesentlich anstrengender und gefährlicher als technisch schwierige Strecken. Nun ja.
So begann unsere erste Tour auf der schwarzen Strecke – dem Downhill. Das war Andreas aber nix und so gingen wir auf die gelbe Strecke über.
Das war aber auch nix, aufgrund der beschriebenen Streckenverhältnisse.
Zu allem Übel verabschiedete sich noch die Hinterrradbremse beim Rad von Andreas. So hatte er nicht wirklich ausreichend Bremspower.
Demnach machte er noch eine weiter Abfahrt und das war es dann für ihn. Sehr schade.

Für mich war die schwarze Strecke die einzig valide Strecke. Der Downhill macht Spaß, hat diverse Sprünge und auch flowige Elemente.
Okay, die Spünge sind zum Teil sogar verdammt übel. Siehe Bild

http://fotos.mtb-news.de/photos/view/439759

.

Teilweise sind auch ein paar technisch knifflige Abschnitte dabei. Wunderbar, so muss es sein.
Am Ende wird der Spaß noch durch zwei Northshore Abschnitte abgerundet.
Was bleibt vom Tage übrig? Nun, Hindelang ist etwas mehr als zwei Stunden entfernt und bietet faktische nur eine tolle Strecke. Diese wiederum macht schon Laune.
Schwer zu sagen, ob ich mir das nochmals antun werde. Für die Anfahrt lohnt es sich für mich nicht so ganz. Aber man muss ja mal testen.

Am Samstag Abend war ich dann auch echt fertig. Wie gesagt, drei Wochen kein Sport und im Job reichlich zu tun.

Der Sonntag wurde dann zum Ausschlafen genutzt. Was auch immer Ausschlafen bedeutet, wenn man keine Vorhänge im Schlafzimmer hat 🙂
Jedenfalls wollte ich am Sonntag auch noch mal los und das Bike nutzen.
Für eine Tour war es mir eindeutig zu warm draussen und für Bad Wildbad hatte ich mir eindeutig zu viel Zeit beim Frühstück/Mittag gelassen. Die Uhr bewegte sich bereits auf 14:00 Uhr zu.
Somit griff ich die Idee mit dem Bikepark Albstadt auf und machte mich auf den Weg.
Albstadt ist etwas weniger als eine Stunde von mir entfernt. Im Optimum benötige ich um die 40 Minuten. Fair.
Zudem hat der Park in Albstadt gerade erst seine Eröffnung gefeiert. Na dann mal los.
Vorab war mir nicht so ganz einleuchtend, wieviele Strecken es nun dort gibt. Eine Strecke war sicher, die zweite war im Bau. Und das ist noch immer so.
15:00 Uhr war ich also vor Ort und kaufte eine Karte. 15€ pro Tag oder 12€ für ein 8er Liftticket.
Nun, die 8er Karte sollte reichen. Zumal 17:00 Uhr ohnehin Schluss wäre.
Tja, die Strecke ist, wie soll ich sagen, überschaubar 🙂
Bedeutet, dass die Strecke wirklich sehr kurz ist. Mit Schlepplift hinauf und per Rad wieder runter verschlingt irgendwas unter 10 Minuten. Gefühlte 5 Minuten.
Ich bin nach 15:00 Uhr gestartet und war kurz vor 16:30 Uhr wieder am Auto. Samt Smalltalk mit den Lokals und acht Auf- und Abfahrten. Spricht für sich, gell.
Die Strecke selbst ist aber wirklich nett. Es gibt eine richtig hohen Startturm, der einem bei der in Summe eher flachen Strecken, gleich mal ordentlich Schwung gibt. Gefolgt von einem kleinen Anlieger, den man besser mit Vollgas nehmen sollte, da man sonst keinen Schwung mehr für die beiden folgenden Sprünge hat und blöd im Flat landet. Okay, ist nicht schlimm. Aber im Flat landet ist irgendwie blöd und kostet Geschwindigkeit.
Dann gehts weiter, kleinere Anlieger, eine minimal verblockte Strecke (5m lang), ein Mini-Roadgap, kurz begauf und weiter durch den Wald. Da wieder ein paar steilere Anlieger und ein paar Sprünge. Wieder raus aus dem Wald wieder Anlieger und wieder kleinere Sprünge. Vorbei.
Wäre die Strecke noch 5x so lang, dann wäre ich mehr als begeistert. Okay, war ich auch so.
Aber bei der Kürze der Strecke ist das eher was für die Locals.
40 Minuten Anreise lohnen sich m.M. nach nicht.
Aber warten wir mal ab. Demnächst soll die Freeride Strecke fertig sein. Dann gibt es wenigstens eine kleine Möglichkeit zur Abwechslung.
Die Erbauer haben sich sichtbar Mühe gegeben. Und das lässt auf die zweite Strecke hoffen. Schön.

Hier gibt es noch nette Bilder von Albstadt. Empfehlenswert für einen Überblick ist die Serie „DH Strecke Startturm bis Ziel„.

Viel Spaß

Ein Kommentar

  1. Schöner Bikepark und schöne Photos

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