Kopfkino

Kachelmann revival tours #3

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Huch, beinahe hätte ich die Erlebnisse vom dritten Tag vergessen niederzuschreiben.
Nach unserem gemeinsamen ersten Tag (und meinem zweiten Tag) waren wir irgendwie leich gerädert (schönes Wortspiel) und so richtig warm wurden wir nicht. Aber was soll es auch, es war ohnehin der letzte Tag. So packten wir schnell die Klamotten ins Auto (gegen 10 Uhr musste das Zimmer verlassen sein) und starteten zur letzten Runde in Saalbach-Hinterglemm. Schnell nach Saalbach pedaliert und ab auf den Schattberg gen Hackelbergtrail.
Dort liessen wir es dann auch gleich richtig fliegen ….. und peng … ein (Kindskopf) großer Stein flog mit an den Rahmen. Klang schon recht heftig, aber weiter ging die Jagd. Nur irgendwann musste ich dann wieder Pedalieren und das klappte nur so sehr bedingt. Da hatte ich mir nun in der Tat die einzig offensichtliche Schwachstelle an der Hammerschmidt Getriebekurbel abgerissen. Und zwar die Zugaufnahme zur Schaltung zwischen den beiden Gängen.
Anbei mal die Stelle, die ich meine.

Es ist diese kleine Plastikhalterung, in die der Zug eingelegt wird.
Problem: nicht flexibel und aus Plastik. Und steht etwas hervor. Designfehler. Oder einfach Raum für innovative Zulieferer.
Sehr blöd ist auch, dass ohne Zug immer der Overdrive eingelegt ist. Ansich nicht so schlimm, ist eben nur anstrengend.
In diesem Modus wurde dann auch der Rest des Tages verbracht. Wir fuhren die Runde zu Ende. Anschliessend gondelten wir nochmals auf der anderen Talseite hinauf und besuchten einen meiner Lieblingstrails, welcher, was für ein Glück, am Spielberghaus endet. Dort sind wir dann zu einer Runde Hallo sagen und einer kleinen Mahlzeit eingekehrt.
Sehr entspannt das alles, wenn einem noch die Sonne auf den Pelz brennt.
Nach der Pause dann den Rest des Trails hinab ins Tal, kurz die Bikes abgespritzt und zurück nach Hinterglemm geradelt.
Sachen ins Auto und ab unter die Dusche.
Dabei mussten wir feststellen, dass unser Hotel über eine HAMMER!!!! Saunalandschaft verfügt. Sagenhaft, dass wir das erst jetzt entdeckt haben. Man stelle sich nur vor, was man da am Wochenende zuvor bei dem miesen Wetter an Zeit hätte verplämpern können.

Wieder in der flachen Heimat angekommen, musste ich doch glatt mal die Hammerschmidt fixen. Nur wie machen?
Ganz blöde war ja nun auch, dass nicht nur einfach diese Zugführung abgerissen wurde. Nein, die hat auch gleich noch eine der Befestigungsschrauben mit ins Nirvana gerissen. Und zwar so, dass der Kopf ab war und der Rest noch im Bauteil steckte. Gaaaaanz grosses Tennis. Und wir sprechen hier von einer filigranen Schraube. Designfehler hoch fünf – da kommt mir echt die Galle hoch. Aber es lässt auch Raum für Bastelei.
Also habe ich mir einen 1,5mm Stahlbohrer besorgt, das Getriebe auseinander genommen und den restlichen Schraubenkörper rausgedreht. Klappte gut. Fein.

Nun der Ersatz der Zugführung. Der Johannes hatte da schon das Teil an seinem Rad, welches nun auch mein Rad schmücken sollte.
Das Teil ist handmade in Germany und hat auch noch einen coolen Namen: der Hammer-Commander von Reset Racing. Den Jungs also eine Mail geschrieben, dass ich das Teil haben will (von denen kam auch der Tipp mit dem 1,5mm Bohrer). Geld überwiesen, einen Tag gewartet … und et voila … heute kam das Teil an.
So sieht das dann aus

Metall, eng abschliessend mit dem Getriebekörper und der Clou: eine flexible Langlochhülse, in der der Zug flexibel arbeiten kann.
Schematisch so dargestellt

Der Ein/Anbau ging dann auch überschaubar flott und das sieht so auch wesentlich eleganter aus.

Torsten ist begeistert

2 Kommentare

  1. Du hast (hattest) ne Hammerschmidt? Is ja der Hammer. Is die den tatsächlich so toll wie angepriesen (okey, bis auf die von Dir entdeckte Schwachstelle eben)?

  2. Jau, die war letztes Jahr beim Kauf mit dabei. Ich wollte ja erst ein anderes Rad haben. Aber hey, Canyon konnte umgehend liefern und dabei ist das Teil noch super ausgestattet.
    Bisher ist die HS auch wirklich fabelhaft. Zwar nicht so, wie gerne bepriesen, jedenfalls für mich nicht, aber schon wirklich sehr praktikabel.

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