Kopfkino

Dänemark – ein erstes Kennenlernen

Die Rückfragen häufen sich und somit wächst der Druck – ich fange also mal an, etwas zu schreiben.
Unser diesjähriges Reiseziel sollte uns hauptsächlich nach Schweden führen. Es sei denn, das Wetter schlägt total um, die Bürgersteige sind in der Nebensaison doch schon hochgeklappt oder sonstige, unvorhersehbare Ereignisse passieren. Wir werden es in den nächsten Wochen sehen.

Viele Wege führen ja bekanntlich nach Schweden, wir haben uns aufgrund der Anreise vom Heimatort und der Verkürzung des Fahrtweges für die Fähre von Rostock nach Gedser entschieden.
Die Fähre war schnell vorab gebucht und das Hinauffahren mit Auto und gemieteten Wohnanhänger einfach und unkompliziert. Nach 1 Stunde und 45 Minuten auf einer überfüllten Passagieretage und einem viel zu windigen Außendeck waren wir dann in Gedser.

Willkommen in Dänemark!

Wir sind nun also auf Seeland, der größten Insel der Ostsee und Dänemarks. Unser erster Stopp führt uns zum Feddet Strand Camping an die Ostküste. Der sehr zu empfehlende ADAC Campingführer hatte uns auf diesen Campingplatz gebracht. Ja, die Stellplätze sind leider nicht durch Bäume oder Büsche abgetrennt, jedoch gibt es sehr nahe einen wunderschönen Sandstrand mit einem laaangen flachen Einstieg, ideal für Kinder. Auch die Möglichkeiten auf dem Platz, Spielplätze, ein paar Ziegen und Kühe, wilde Hasen und Eichhörnchen, ein Bistro, ein von uns nicht genutztes Schwimmbad etc sind prima.
Ausflugsziele von hier waren das kleine hübsche Örtchen Præsto und auch die Kreideküste bei Stevns Klint, wo einst ein Teil der Kirche bei einem Abbruch ins Wasser stürzte.
Beim nächsten Mal würden wir gerne die Kreidefelsen auf der Halbinsel Møn ansehen, die sollen auch sehr beeindruckend sein.

Weitere drei Nächte campierten wir dann in Dronningmølle, einem Ort ganz im Norden Seelands. Auch hier gibt es schöne Strände, nur eine Straße bzw. ein Fußgängertunnel trennt uns vom flachen Einstieg ins Meer und den langen Sandbänken, die man problemlos erlaufen kann. Hier waren wir in einem etwas abgetrennten Bereich, was uns gut gefiel. Auch Spielplatz und Sanitär für die Kinder war, wie schon im Feddet Strand, allererste Sahne!
Dronningmølle war für uns auch Ausgangspunkt für den eintägigen Städtetrip nach Kopenhagen. Was wir uns merken und unbedingt nachholen wollen: der Nachbarort Hornbæk sah wunderschön aus. Ein kleiner Hafen, ein paar Restaurants und Geschäfte.
(Anmerkung von Torsten: hier wurden die Einparkkünste auf absolut engstem Raum das erste Mal (erfolgreich) ausgelotet)

Weiterhin gibt es aber noch viele andere Ausflugsziele auf Seeland, die wir aufgrund des Badewetters bzw. aufgrund des Alters der Kinder jedoch ausgelassen haben.
In der WDR Reihe „wunderschön“ gab es vor kurzem auch einen tollen Bericht über Seeland, zu finden in der ARD Mediathek.

Kopenhagen – Wir haben zentral gegenüber des Rathauses im Parkhaus der Industrie-& Handelskammer geparkt. Teuer, aber eine bewachte Tiefgarage zentrumsnahe. Ideal für uns als Ausgangspunkt. Der Rathausplatz erinnert mit den vielen Tauben etwas an den Markusplatz in Venedig. Das Radhus selbst ist ein imposantes, altes Gebäude, innen mit langen Gängen, einer großen Eingangshalle und schönen Malereien an den Wänden. Sehenswert! Ab hier sind wir die Fußgängerzone Strøget entlang gelaufen Richtung Nyhavn – dem berühmten „Neuen Hafen“, an dem die schönen alten Häuser stehen, viele tolle Restaurants und Cafes sind und die Boote starten. Das war auch unser Ziel, eine Bootstour durch Kopenhagen. Wir haben uns für eine 1,5 stündige hop-on / hop-off Tour entschieden, da wir so den Fußweg zurück etwas abkürzen konnten. Die Tour war toll, führte hinaus zum großen Hafen, zum bekannten Streetfoodmarket, zur Kopenhagener Meerjungfrau (die, wie überall beschrieben, sehr viel kleiner als erwartet und sehr überlaufen war), in die kleinen, engen Kanäle des schicken Stadtviertels Christianshavn, vorbei am königlichen Schiff, hinüber in die Kanäle der Innenstadt vorbei an unzähligen Sehenswürdigkeiten und unter flachen Brücken. Uns hat die Tour sehr gut gefallen und wir wollen unbedingt noch mehr von Kopenhagen sehen. Es gab natürlich schöne Kaffeepausen, dennoch führt uns der Weg an diesem Tag aufgrund der Hitze schon wieder zurück Richtung Auto. Parallel zur Fußgängerzone haben wir noch viele schöne Seitenstraßen entdeckt, doch diese und viele weitere Sehenswürdigkeiten wie z.B. Schloss Amalienborg, all das gilt es noch bei einem weiteren Besuch zu erkunden.

København – wir kommen auf jeden Fall noch einmal wieder!

Für den Weg von Dänemark nach Schweden entschieden wir uns für die Øresundbrücke, die in Kopenhagen in einen Tunnel hinein führt, dann mitten im Wasser wieder hinaus kommt und über eine knapp 8 km lange Brücke bis nach Malmö führt. Zu der Brückenüberfahrt gibt es noch eine ganz eigensinnige Anekdote, die wird aber nur mündlich übermittelt.

Die Fahrräder hätten wir in Dänemark übrigens gut nutzen können, hätte nicht immer eines der Fahrräder gerade einen Platten gehabt. So wurden immer nur kurze Strecken mit Teilen der Familie zurückgelegt. Fahrräder gehören aber für Seeland mit ins Gepäck!

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