Kopfkino

Auf zum Vänern

Wir lassen Göteborg hinter uns und steuern den Vänern an. Es ist der größte See Schwedens (und drittgrößte Europas) mit einer Fläche von 5648km2.

Für eine Fahrpause stoppen wir in Trollhättan am Wasserkraftwerk und starten eine kleine Wanderung Richtung Schleuse und Stausee am Ufer entlang.

Tagesziel und Ziel für nunmehr 5 Nächte ist der Ort Lidköping, ganz im Süden des Vänern See. Von hier aus starten wir diverse Ausflüge, so z.B. zum Schloss Läckö, zu einem Bauernhof, zum Kinnekulle und wir füllen unsere Vorräte in der Stadt auf und sehen uns die Altstadt an.

Das Schloss ist auf einer Landzunge ganz nett gelegen und anzusehen, jedoch kann man innen nur sehr wenig (bzw. sehr inszeniert) besichtigen. Der Schlossgarten hingegen ist eine Augenweide für jeden Gärtner und hier gibt es jede Menge zum Ernten, was direkt im angeschlossenen Restaurant verarbeitet wird. Dennoch genießen wir diesen Ausflug, machen ein paar schöne Familienfotos auf einem Badesteg, laufen um das Schloss herum und verabschieden uns dann Richtung Fischerdorf Spiken. Ja es ist recht touristisch, dennoch nett anzusehen und wir essen leckeren Fisch direkt am Wasser. Anschließend beobachten wir einige Bootsführer, wie sie ihre Boote ins Wasser lassen, bzw. wieder auf einen Trailer aufladen.

Der Bauernhof Stadsnära Lantgarden hingegen war gar nicht touristisch, sondern ein richtig idyllisches, typisch schwedisches, Örtchen. Ein toller Hof mit den markanten roten Häusern, Hasen, Hühnern, einem schwarzen Kater, Schweinen, Schafen, Ziegen und Pferden und man kann in einer Holzwerkstatt selbst ein bisschen Hämmern oder Sägen. Hier würden wir definitiv wieder herkommen. Der Kaffee, der vermutlich schon den ganzen Tag in der Kanne war und durchzog, lag mir allerdings schwer im Magen und wird auch in Erinnerung bleiben.

Auf unserem Campingplatz genossen wir auch die direkte Lage zum See und den tollen Spielplatz, zum Baden war es jedoch leider schon zu kühl. Hier fiel uns wieder auf, dass, ebenso wie in Göteborg, unzählige Wildgänse vor Ort sind. Mit den Fahrrädern waren wir auch schnell in der Stadt und konnten die Altstadt erkunden.

An einem weiteren Tag zog es uns zum Kinnekulle, dem 306m hohen Hausberg der Region. Hier kann man diverse Wanderungen machen oder auch nach einer kleinen Wanderung einen Holzturm besteigen, um eine noch schönere Aussicht über den See zu genießen. Hier erwischte uns jedoch – mal wieder – die volle Breitseite der Nebensaison (sobald die schwedischen Sommerferien enden) und der Turm war an diesem Tag geschlossen.

Für einen kürzeren Zwischenstopp zog es uns für zwei Nächte nach Mariestad. Auch hier konnten wir prima mit den Rädern zum Stadtkern fahren, sogar mal ein Eis genießen, aber auch an einem Abend im Restaurant Burger und Fisch essen. Ein Ausflug führte uns noch weiter nördlich nach Sjötorp, dort fließt der Göta Kanal in den Vänern.

Der Kanal ist quasi der Nord-Ostsee-Kanal Schwedens mit 190km Länge, geht durch diverse Seen und verfügt über 58 Schleusen. Wir hatten darüber einiges in einer Doku gesehen und finden es sehr spannend. In Sjötorp sehen wir einige Schleusen, jedoch leider keine Boote mehr – Nebensaison! Dann recherchieren wir etwas im Internet, fahren mit dem Auto in einen Nachbarort und „jagen“ quasi ein Schiff. Ha! Gefunden! So können wir sogar noch live eine Schleusung sehen! Ein ganz toller Abschluss.

Da (mal wieder) einiges an Regen angesagt ist und wir auch einer weiteren Empfehlung von Hermann folgen wollen, ist unser nächstes Ziel Karlstad. Von der etwas größeren Stadt mit 65.000 Einwohnern erhoffen wir uns auch Möglichkeiten für Schlechtwettertage. Mit den Rädern ist es leider zu weit in die Stadt, aber bei sehr günstigen Parkgebühren ist auch das Auto eine gute Alternative. Wir gehen etwas Shoppen, trinken einen Kaffee, fahren mit einer Bimmelbahn. Zum Geburtstag waren wir in einem schönen Stadtpark, toll angelegt, diverse Spielplätze und auch einiges an Ställen und Tieren vorhanden. Auch diesen tollen Park – Mariebergsskogen – würden wir gerne wieder besuchen. Schließlich ging es noch ins städtische Schwimmbad, das sich inkl. Kinderbereich wirklich sehen lassen kann. Insgesamt, Spielplätze und solche Dinge rund um Familien – das können die Schweden!

Leider konnten wir unseren super schönen Badestrand vor Ort gar nicht nutzen, es war einfach wieder zu kalt oder zu nass oder beides.

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