Kopfkino

USA: Anreise und San Francisco

Widmen wir uns Teil eins unseres Urlaubs in und zum Teil auch durch die USA. Teils eins besteht zunächst aus der Anreise, welche durchaus ein paar Zeilen Erwähnung verdient hat, und dem ersten Tag San Francisco.

Die Anreise verlief nicht so ganz wie erwartet. Der erste Flug von Berlin nach New York funktionierte reibungslos. Okay, mal davon abgesehen, dass Air Berlin in Terminal B nicht mal eine Lounge anbietet und die Dame am Schalter sowas von unfreundlich war (was sicherlich einen Beschwerdebrief nach sich ziehen wird). Davon mal abgesehen, war der Flieger tip top in Ordnung und der Service einwandfrei. Das Entertainment Programm an Bord war ebenfalls vom Feinsten.
In New York hatten wir ursprünglich zwei Stunden Aufenthalt. Mit einer halben Stunde Verspätung wird man bei den verbleibenden Einskommafünf Stunden schon etwas nervös, wenn man weiss, was Einwanderungsbehörde und Gepäckaufnahme in den USA bedeuten kann. Aber völlig unerwartet wurde aus beim Verlassend des Fliegers ein ‚priority access‘ Ticket in die Hand gedrückt. Sehr zuvorkommend. Damit hatten wir überall Zugriff auf die schnelle Schlange, sowohl beim Immigration als auch beim Security Check. Schwups – 45 Minuten nach Verlassen des Flieger standen wir schon am neuen Gateway für den Flug nach San Francisco.

Der neue Flieger stand auch pünktlich bereit. Dummerweise sagte man uns 20 Minuten nach dem geplanten Abflug, dass der Flieger einen technischen Defekt habe. Wer das Flugzeug verlassen möchte, der dürfe dies tun … so am Anfang die Durchsage. Dies wandelte sich schnell in „alle raus“.
Aus den anvisierten 45 Minuten Verspätung wurde ätzende drei Stunden.
Die geplante Abreise in New York war um 18 Uhr. So wirklich los ging es dann um kurz nach 21 Uhr. Entsprechend spät waren wir dann in San Francisco. Es war bereits ein neuer Tag.

Nach einer kurzen aber durchaus erholsamen Nacht starteten wir somit in den ersten Tag San Francisco. Dem Wetterbericht folgend haben wir uns mit Pullover und Jacke bewaffnet in die Innenstadt begeben, zunächst auf der Suche nach einer geeigneten Lokation für die Frühstücksaufnahme. Jene wurde auch schnell gefunden und ein typisches, amerikanisches Frühstück kam auf den Tisch. Ei, Omelette, Schinken, O-Saft, nicht so überragender Kaffee. Alles gut.
Zudem lachte uns die Sonne entgegen, obwohl die Temperaturen noch Potenzial nach oben boten.

Nach etwas Fußmarsch, in Richtung Union Square und Umgebung, stand eine Tour mit der Cable Car auf dem Programm. Unser Ziel war Fishermans Wharf – eine der Attraktionen in San Francisco mit Fischmarkt und allerlei Restaurants, Pubs und Geschäften.
Dummerweise war dieses Wochenende Memorial Day und insofern haufenweise Kurzzeit-Touristen in der Stadt. Demzufolge lange Schlangen an näherungsweise allen Attraktionen – den Cable Cars eingeschlossen. So positionierten wir uns etwas abgesetzt von der ersten Haltestelle zusammen mit ca. 40 Leuten vor uns in der Schlange.
Nach geschätzten 50 Minuten waren wir dann auch an der Reihe und ergatterten zwei nette Plätze direkt an der Aussenseite der Cable Car. Perfekte Lage zum Fotografieren.
Ebenso perfekt zeigte sich nun das Wetter, die Sonne lachte und wir machten uns auf in Richtung Meer.

Am Meer angekommen (Fishermans Warf) mussten wir leider erkennen, dass uns tief hängender Nebel die Sicht auf die Golden Gate Bridge versperrte. Sowas aber auch. Und was ich nicht sehe, das existiert auch nicht 😉
Demnach musste sich die Brücke noch beweisen und aus der Nähe heraus betrachtet werden. Dazu später aber mehr.
Für uns stand nun ein Besuch der Gegend um Fishermans Wharf auf der Liste. So machten wir uns auf den Weg entlang der Piers mit ihren diversen (Touristen)Attraktionen und Futterständen.
Da uns so langsam etwas Hunger überkam, suchten wir uns ein nettes Lokal und begannen den Nachmittag mit etwas Bier, Fish and Ships und lecker in Knobi gebratenen Shrimps. Letztere waren echt der Knüller und bei einem halben Pfund auch sättigend 😉
Anschliessend arbeiteten wir uns weiter hinab in Richtung Pier 39, wo (verdammt faule) Seelöwen die Attraktion schlechthin waren.
Auch Alcatraz zeigte sich in der Ferne und dahinter, noch leicht in den Wolken, Angel Island. Wirklich hübsch hier die Gegend.
Ein Blick zurück lohnt sich auch – die Skyline von San Francisco ist durchaus sehenswert.

Für den Nachmittag hatten wir noch eine Radtour auf dem Programm. Ziel war die Golden Gate Bridge, besser gesagt eine Überfahrung jener. Man kann dies auch zu Fuß erledigen, aber die Entfernung ist nicht ganz zu unterschätzen. Ein Fahrrad bietet sich da schon an.
Aus „wir mieten uns mal ein Rad“ ist ganz ordentlicher Massentourismus geworden. Leider.
Uns wurde ein Rad mit „wow, this Bike has Disc Brakes“ Scheibenbremsen angeboten. Wohl gemerkt – noch rein mechanische Scheibenbremsen. Nach einer kleinen Einweisung samt Helm Aufsetzen konnten wir dann starten (ich will ja nicht oberklug sein, aber auch einen Helm richtig anpassen ist nicht unwichtig. Sonst ist er im Falle eines Falles sogar eher nachteilig. Aber hey – es ist ja Urlaub und zudem die USA).
Der Wind war schon richtig ordentlich und wir hatten gut zu kämpfen. Aber die Tour bis hin zur Brücke war toll. Schönes Wetter, schönes Meer, schöne Wellen und entsprechende Sportler auf dem Wasser (Surfer und Kiter). Eine Augenweide.
Die Golden Gate Bridge lag noch recht ordentlich im Nebel, sodass die Sicht deutlich eingeschränkt war. Aber auch das hat so seinen Charme, wie die Bilder zeigen.
Am anderen Ende der Brücke sollte die Tour in Sausolito enden. Eine kleine Stadt, die scheinbar nur von sehr sehr reichen Menschen bewohnt wird. Man man man – stehen dort Hütten rum. Chic.
Ziel in Sausolito war die Anlegestelle der Fähre. Dummerweise hatte Hundert andere Radfahrer auch diese Idee. Hier bahnten sich erneut lange Wartezeiten an. Kurzer Hand haben wir umdisponiert und zusammen mit zwei anderen Pärchen ein Taxi gemietet, welches uns trotz Stau in knapp einer Stunde wieder an den Ausgangspunkt brachte. Das zudem zu einem fairen Preis.

Den Abend beendeten wir nun am Fishermans Wharf bei Burger, Chicken und Bier und in einer netten Bar.
Ein wirklich toller Tag, der für uns beide gegen 22 Uhr im Bett endete. Wir waren platt und schliefen innerhalb von wenigen Minuten ein.

4 Kommentare

  1. Leider gibts bei den Amis auch keine Fluggastentschädigung, was. Mdm Day hätt ich dir sagen können, die werben schon seit Wochen. Das gute dran ist, dass praktisch alles was über den Winter zu macht, ab Mem Day offen hat. Btw. offen haben – in Berkeley drüben gibt’s den Factory Outlet von North Face; ist ansonsten eher selten drüben als Outlet und hat verdammt attraktive Preise.

    http://www.yelp.com/biz/the-north-face-outlet-berkeley

  2. Na dann wissen wir jetzt wenigstens, wo das gute Wetter sich versteckt hat. 🙂

    Tolle Bilder und die GG Brücke sieht im Nebel nochmal cooler aus!

    Habt Ihr denn auch schon viele Prius gesehen? Davon solls da ja (neben Seelöwen) auch ziemlich viele geben.

    Happy trails!

    1. Danke vielmals.
      Ja, in der Tat. Hier fahren ein paar Prius rum. Auch hier im Napa Valley haben wir sie schon gesichtet (und prompt an euch gedacht aka „biegt dort gerade Famile T auf die Strasse ein?“)

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