Kopfkino

USA: Das Tal des Todes – Der Weg hinein

Für alle daheim Gebliebenen ist es sicher kein Trost, wenn wir euch sagen, dass wir heute bei ca. 44 Grad Celsius im Death Valley unterwegs waren. Oder? Aber alles der Reihe nach.

Die Anreise erfolgte bereits gestern (raus aus dem Yosemite und über den Mono Lake). Am späten Abend sind wir dann von Lone Pine aus in das Death Valley vorgestoßen. Wir haben vollgetankt, Wasser und einige Snacks für den bevorstehenden Wüstentag gekauft. Alleine die Anreise vom Mono Lake bis Höhe Lone Pine ist einfach atemberaubend. Hier waren definitiv auch Terraformer am Werke. Was für ein weites Land.

Der Weg führte zunächst vorbei am Owens Lake, einem ehemals gewaltigen See, der dem Wasserdurst Kaliforniens zum Opfer gefallen ist. Insbesondere dem von Los Angeles. Der See ist quasi leer und mittlerweile salzig. So kann man die Natur zerstören.
Dennoch – ein beeindruckendes Gebiet.

Ab hier wird es umso unwirklicher je mehr man sich dem Death Valley nähert. Die Berge werden bunter und das Thermometer steigt merklich an. Auch die Menge der Fahrzeuge nimmt ab. Eins wird klar – wir nähern uns leicht lebensfeindlichem Gebiet.
Aber ganz so wild wurde es am ersten Abend dann doch nicht.
Nach der ersten Bergkette offenbart sich der erste ausgetrocknete See – und mittendurch folgt unsere Strasse, gerade, wie an einer Schnur gezogen. Einfach spektakulär.

Es folgten die ersten Hinweisschilder, dass man ja nicht von den Strassen abweichen sollte. Und an Steigungen bitte die Klimaanlage ausstellen, um eine Ãœberhitzung des Motors zu verhindern. Wir haben das mal ignoriert und deutlich gesehen, dass das kein Witz ist. Die Motortemperatur stieg prompt und deutlich an.

Erstes Ziel im Death Valley waren dann die Sanddünen bei Stovepipe Wells. Hier hatten wir uns vorgenommen den Sonnenuntergang zu betrachten. Leider stand die Sonne für tolle Fotos etwas ungünstig und wir bekamen mehr die Schattenseite der Dünen zu Gesicht. Letztlich fanden wir einen schönen Platz in den Dünen und konnten der untergehenden Sonne noch einen letzten Gruß zuwerfen.

Unser Ziel war in greifbarer Nähe und so fuhren wir weiter hinab in das Tal des Todes. Das Navi bestätigte uns eine Tiefe von unter 70 Metern. Ja, wir waren in einem Tief. Aber nicht in einem, wie es gerade über Deutschland fegt. Sorry für den Seitenhieb. Wir wurden im Hotel von noch immer über 30 Grad C begrüßt – und keine Wolke am Himmel.
Es folgte Abendbrot im vermutlich einzigen Restaurant weit und breit. Auf dem Heimweg zum Zimmer zeigte sich ein perfekter Sternenhimmel – ohne den Lichtschmutz einer Großstadt. Diesen Himmel werden wir wohl heute noch etwas genauer betrachten.

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