Kopfkino

USA: Das Tal des Todes – Überleben

Gestern war es warm. Wirklich? Nein – heute sollte es richtig warm werden.
Bevor wir die Nase nach draussen steckten, haben wir uns über das Wetter heute erkundigt: 44 Grad, Sonne satt. Oh je – das wird was werden. Glücklicherweise hielten sich anfangs noch ein paar Wolken am Himmel.

Unsere Tour folgte heute südlich der Badwater Road entlang. Erster Stopp war der Golden Canyon. Wir haben uns ein paar Meter zu Fuß in den Canyon hinein gewagt, doch dann entschieden, dass das heute echt nicht sein muss. Selbst der Wind war brennend heiss und sorgte nicht für Abkühlung.
Also weiter.
Nächster Stopp war Devils Golf Course, mit seinen großen Salzbrocken, entstanden durch Wind und Regen. Golfspieler mit Hörnern haben wir hier jedoch nicht gesehen. Komisch.
Weiter trieb es uns ins Bad Water Basin, Nordamerikas tiefsten Punkt mit 86 Metern unter Normal Null (übrigens – der tiefste Punkt weltweit ist 454m tief und liegt in Zentral-China). Mit dem Auto kommt man zwar nur bis auf 85 Meter, aber das reicht. Bad Water ist eine Senke mit einem Salzsee dessen Ufer salzverkrustet ist. Hatten wir erwähnt, dass es auch hier verdammt heiss war? War es.

Von hier aus sind wir den Weg zurück und haben noch die Natural Bridge (samt Wanderung von ca. einem Kilometer) angeschaut. Hier war es so heiss, dass die trockene Hitze in den Augen gebrannt hat. Der Weg wäre noch weiter gegangen, jedoch haben wir uns den Rest unserer Gesundheit zuliebe geschenkt.
Anschliessend führte unserer Weg durch die Artists Palette, eine Felsformation in den unterschiedlichsten Farben. Daher auch der Name „Malerpalette“.

Nun bogen wir ab auf die 190 in Richtung Südosten. Finales Ziel war der Dantes View. Zunächst machten wir aber einen Abstecher zum Twenty Mule Team Canyon – einem Weg, wie ihn früher die Wagen mit bis zu 20 Pferden durchfuhren. Nun ja, wenig spektakulär. Aber scheinbar gab es noch diverse Minen abseits des Weges, die wir aber diesmals ausgelassen haben. Dies auch aufgrund der Gefahren wie Schlangen, Skorpionen und einstürzenden Holzkonstruktionen usw.

Dantes View ist ein Aussichtspunkt mit 1669 Metern Höhe, der einen gigantischen Blick auf das Death Valley, Bad Water und den 3368 Meter hohen Telescope Peak bietet.

Auf dem Rückweg machten wir noch kurz Halt am Zabriskie Point, liefen etwas den Berg hinauf und hatten Blick auf spektakuläre Farben und Bergformationen.

Ab hier entschieden wir uns für den Hotel-eigenen Pool, da weitere Ziele einfach zu weit entfernt sind. So zum Beispiel The Race Track, wo sich nachts bis zu 350kg schwere Steine ohne offensichtliches Zutun bewegen.
Der Pool war dann aber auch wärmer als erhofft und bat nur wenig Abkühlung. Insofern entschieden wir uns für das Schreiben von Postkarten und zwei neuer Blog-Einträge.
Heute Abend/Nacht schauen wir uns noch den hoffentlich klaren Sternenhimmel an, um dann morgen weiter in Richtung Valley of Fire zu ziehen.

Lasst euch nicht von unseren Texten irritieren – wir sind wirklich schwer beeindruckt von dem, was der Mensch hier schon geleistet hat. Man muss sich vorstellen, dass es hier schon sehr lange Indianer gab und auch die ersten Siedler und Goldsucher das heisse Land nicht im klimatisierten PKW durchkreuzten, sondern eben auf Pferden und entsprechenden Pferdewagen. So liest man auch von Begebenheiten, dass Siedler ihre Pferde essen mussten, da weit und breit weder Nahrung noch Wasser zu finden war. Nachvollziehbar.

5 Kommentare

  1. Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich dieses Jahr Niemanden über schönes Wetter schimpfen hören möchte? Mein Gärtchen steht zwar nicht mehr unter Wasser (sah vor 3 Tagen noch anders aus) und Katana durfte heute mal die Halbschuhe anziehen, da es mal nicht regnet und, oh Wunder, mal die Sonne scheint. Die Temperatur liegt jetzt sogar schon bei sage und schreibe 12°C! Gestern ging es nicht über 9°C!
    Also, keine Kommentare über zu heißes Wetter bitte und weiterhin schön fleissig die tolle Natur und die seltsamen Leute genießen!

    liebe Grüße und weiterhin so einen tollen Urlaub
    Steffi

    1. Oh, dann wird es schwer im nächsten Eintrag unsere schwere Wanderung von gestern zu Erläutern 🙂
      Wir haben noch Platz im Koffer und packen ganz viel Sonne ein und bringen sie euch mit – wir wollen doch auch, dass unsere Balkonernte noch etwas wird!

  2. Gebt’s zu – das habt Ihr doch alles nur schnell mit Bryce 3D gerechnet … und wart die ganze Zeit im Pool! 😛

    Wobei die Yosemite Bilder wirklich beeindruckend sind … braucht ihr noch ne Empfehlung für nen guten Foto-Leinwand-Service?

  3. Stimmt, wir waren die ganze Zeit im Pool. Bryce 3D war uns jedoch zu viel Aufwand, heutzutage findet man doch alle guten Bilder im Internet 🙂
    Und Internet hat doch sowieso jedes Hotel und wieso sollen wir da noch extra aufstehen? Nene, das überlasse wir mal lieber den Profis.

    Ja, Foto-Leinwand-Service-Empfehlung wäre super, z.B. für die kleinen quadratischen Hardprints, die wir jetzt bei uns im Treppenhaus haben und ihr glaube auch habt.

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