Kopfkino

Abschluss

Es ist nun nicht so, dass es nach Bali nur noch langweilig war. Durchaus nicht. Jedoch vergingen die Tage so schnell und schwups waren wir wieder in Deutschland.
Der Alltag hatte uns nicht umgehend zurück, aber fast. So blieb dann auch der abschliessende Bericht etwas auf der Strecke.

Der Abschied von Bali fiel uns durchaus schwer. Uns hat es dort super gefallen. Und ganz ehrlich, wir hätten uns die nun kommenden drei Tage in Kuala Lumpur gerne erspart und lieber auf Bali verbracht. Aber so ist es nun einmal und KL ist ja nun auch nicht so schlimm.

Am Anreisetag ging nicht mehr so viel. Wir waren noch lecker essen und das war es dann.
Für den kommenden Tag haben wir uns die Batu Caves vorgenommen. Diese Kalksteinhöhlen liegen nördlich von KL und beherbergen ein paar Hindutempel. Na gut, angesichts fehlender Alternativen haben wir uns auf den Weg dort hin gemacht.
Positiv zu Beginn: die Bahn. Technisch topp. Sehr sauber und super gekühlt. Und fährt bis direkt ans Ziel.
Die Höhlen sind schon etwas speziell und Heimat vieler Affen. Und leider sind die Höhlen nicht mehr in ihrem ursprünglichen Zustand belassen. Der Boden ist betoniert und überall sind Stahlgeländer verbaut. Einerseits verständlich, da hier zu diversen Hindufesten tausende Hindus versammelt sind. Andererseits aber auch etwas schade, da die Höhlen recht imposant sind.
Wir haben uns dort nicht ewig aufgehalten. Angereist, gesehen, bisserl gestaunt, abgereist. Hunger.

Tags darauf wollten wir uns dann doch noch die Petronas Towers geben, obwohl wir aufgrund des Hotels einen permanenten Blick auf jene haben. Aber hey, wir sind ja auch nur Touristen.
Die Karten mussten wir uns am Tag zuvor besorgen. Und so ging es gegen 12 Uhr auf die Türme.
Das Programm war straff organisiert und dauerte, wie vorab kommuniziert, knappe 45 Minuten. Na gut. Angesichts des Preises für die Besichtigung irgendwie etwas wenig. Schade.
Erster Stopp war die markante Brücke zwischen den beiden Türmen. Der Blick von hier ist nicht schlecht.
Der zweite Stopp war auf der obersten Etage (86 oder so?) des rechten Turm. Ein netter Blick von hier.
Wie es der Piepmatz geschafft hat, hier zu sterben, ist mir jedoch etwas unklar 😉

Anschliessend herrschte etwas Ratlosigkeit und wir entschlossen uns in den Tierpark zu fahren. Wir hatten sonst echt keine Ideen mehr.
Wir nahmen natürlich die öffentlichen Verkehrsmittel, was sich mit dem Bus als leichte Herausforderung herausstellte. Nicht, dass wir keinen Bus fahren wollten. Wir hatten nur nicht damit gerechnet und die Kiste war kompletter Schrott. Aber schon witzig.
Der Zoo stand dem in nichts nach. Eine leider herbe Enttäuschung. Sehr alt und klein. Über die Lebensbedingungen der Tiere wollten wir uns nicht zu viele Gedanken machen.
17 Uhr oder 18 Uhr mussten wir dann auch schnell los, da die Tore schliessen und ein ordentliches Gewitter nahte. Also wieder zurück in die Innenstadt. Ein Highlight stand uns noch bevor.

Der Concierge hatte uns schon informiert – am Abend sollte ein Feuerwerk direkt vor den Petronas Towers starten – also vor unserem Fenster quasi. Es war der Wechsel auf den 31.08., was Tag der Unabhängigkeit gegenüber den Briten bedeutet und Nationalfeiertag ist.
Tja, unser Hotel samt Zimmer entsprach einer Toplage. Wir konnten uns das Geschehen quasi direkt aus dem Bett anschauen. Wirklich toll. Spätestens hier hätte ich dann doch das Stativ für die Kamera gebrauchen können 😉

Den Tag drauf ging es zurück nach Good Old Germany. Na ja, der Flug war zu 23:59 Uhr angesetzt. Demnach hatten wir noch den ganzen Tag in KL zu verbringen und uns war sagenhaft langweilig. Haben wir aber auch überstanden und ab ging es in die Heimat.
Dort hatten wir ebenfalls noch einen ganzen Tag vor uns mit sehr gediegener Geburtstagsparty am Abend.

Das ist es gewesen.
Ein Fazit? Nicht wirklich. Lieber selbst rausfinden.
Uns hat es sehr sehr gut gefallen und wir nehmen fantastische Erinnerungen mit zurück.

Ach ja, wie sieht man aus, wenn man eindeutig zu scharf gegessen hat?

Boah, das war scharf

Bali – Die letzten Worte

So, da ist die Gastjournalistin wieder und wird nun vom zweiten Teil Bali’s berichten.
Wir befinden uns gerade im Flieger Richtung Kuala Lumpur, wo nochmals 3,5 Tage Urlaub auf uns warten.
Sicher werden wir den Artikel samt Fotos heute Abend im Hotel für euch zur Verfügung stellen.

Also, Torsten war bei unserer Rundreise stehen geblieben, hier setze ich nun an.

Tag 3 der Rundreise –
Nach dem Frühstück ging es wieder in den Jeep und wir fuhren Richtung Zentralbali.
Das Tolle war wirklich, dass wir im Jeep stehen, den Fahrtwind genießen und Fotos machen konnten.
Gede (unser Guide) fuhr mal in unserem Jeep, mal im Jeep der anderen 4’er-Gang mit, um uns von dem zu berichten, was wir sahen und unseren Fragen Rede und Antwort zu stehen.
Ein einheimischer Reiseführer ist wirklich Gold wert – was man nicht alles erfährt…

Ziel war zunächst eine Schnapsbrennerei, die aber nicht weiter erwähnenswert ist. Kokosnussschnaps haben sie hier gemacht, für die Souvenirs haben sie aber nicht die Aufkleber „Steuer bezahlt“ gefunden, somit keine Mitbringsel.
Dann Richtung Mount Agung und Mount Abang. Vulkane. Gut, dass wir einen Jeep hatten, denn es ging richtig steil bergab. Neben einem riesigen Kratersee hielten wir inmitten erkalteter Lava und erfuhren auch hier wieder Einiges von Gede, hatten Gelegenheit für Fotos oder einfach Zeit die „Mondlandschaft“ aufzunehmen.
Anschließend lecker Mittagsbuffet am Berghang mit Blick auf den Vulkan.

Nach diesem „sehr anstrengenden“ Ausflug hatten wir uns dann die für den Nachmittag geplante Massage verdient.
Wir wurden in eine Spa Einrichtung gebracht. Pärchenweise kamen wir in kleine Hütten und wurden mit einer Dampfsauna im „Sitzsack“, Ganzkörpermassage, Peeling und Blumenbad verwöhnt.
Sehr schön.

Ubud ist der zentrale Ort in Mittelbali – Künstler aller Art haben sich hier nieder gelassen und an jeder Ecke kann man Holzschnitzereien, Gold- und Silberschmieden, Galerien und vieles mehr bewundern.
Unser Hotel war etwas außerhalb. Am Abend fuhren wir mit einem Teil der Gruppe noch einmal nach Ubud, aßen lecker in einem Restaurant, dass mein geliebter Reiseführer empfohlen hatte und fielen dann todmüde ins Bett.

Tag 4 Höhepunkt der Rundreise –
nach ca. 30 Minuten Fahrt kamen wir auf einer Art Schulhof an. Fahrräder wurden vom Jeep geladen und vorbereitet.

Nebenher kam man sich vor wie im Zoo. Unzählige Mädchen und Jungen zwischen geschätzt 4 und 10 Jahren bauten sich vor uns auf und betrachteten uns. Ja zugegeben, wir haben mindestens genauso geguckt, aber bis zuletzt konnte nicht die Frage geklärt werden wer hier das Zootier im Käfig und wer die Zoobesucher waren.

Wir starteten eine Fahrradtour, angekündigt für 2 Stunden. Gede war nicht der Fiteste, aber er musste mit unserem Tempo mithalten, schaffte es auch und wir waren nach 1h 15Min am Ziel.
Wir fuhren durch schöne Landschaften, durch Orte, an Reisfeldern vorbei. Sicher wurden hier die wenig befahrenen Straßen gewählt, aber man muss schon sagen, es war eine schöne Radtour.

Was immer wieder beeindruckend war, waren die Menschen fernab vom touristischen Süden der Insel. Kinder sprangen in die Luft, freuten sich wenn wir sie sahen und riefen laut „hello“. Ihre Freude war kaum zu halten, wenn wir auch noch zurück riefen.
Ältere Menschen hingegen lächelten entweder direkt oder sie guckten skeptisch. Wie aber schon vorher gelesen, „schenke ein Lächeln und sie werden freundlich zurück lächeln“.
Das fiel mir während der Rundreise sehr oft auf und so erwiederten wir meist die Rufe der Kids und lächelten und winkten den Menschen zu, die staunend die Jeeps „mit den weißen Menschen“ betrachteten.

Zurück zur Fahrradtour. Ziel war der Fluss Ayung. Was macht man im Fluss? Wildwasser-Rafting, na klar 🙂
Das war ein Spaß sage ich euch. Ich hatte das schon einmal im Yosemite National Park in USA gemacht, alle anderen waren blutige Anfänger.
450 Stufen runter, Weste, Paddel, kurze Einweisung, vier Leute und ein Guide ins Boot und los ging es.
Ca. zwei Stunden ging der ganze Spaß. Man kann nicht sagen, dass es eine sonderlich schwere Route war, am Anfang hat der Guide hinten im Boot viel geackert, später mussten auch unsere Armmuskeln kräftig mit ran. Ein paar Mal sind wir auch stecken geblieben und auch so etwas wie Badestopps gab es.
Die Landschaft war toll. Riesige Steilwände vom Dschungel überzogen, Lianen, Geckos am Rand auf Steinen, klares, kaltes Bergwasser. Hat uns sehr gut gefallen.
250 Stufen wieder hoch – warum schreibe ich das? Muskelkater! Zumindest bei mir.
Anschließend gab es da noch ein lecker Mittagsbuffet, dann Verabschiedung und alle wurden zurück ins ursprüngliche Hotel gebracht.

Wir beschlossen abends noch Essen zu gehen und die Planung für die noch verbleibenden drei Tage zu machen.
Es verschlug uns in ein kleines indonesisches Restaurant, sehr gut und erneut sehr günstig. Lecker. Die balinesische Küche gefiel uns!

Nach vier Tagen Rundreise fühlten wir uns irgendwie sehr erschöpft. Viel gesehen, viel gehört, viele Eindrücke, sehr viel erlebt. Die Rundreise war ein top Treffer und wir möchten sie nicht missen, so gut hätte man Bali nicht allein in der Kürze der Zeit kennen lernen können.
Folglich legten wir einen Strandtag ein. Faul im Schatten rumliegen, ein bisschen in den riesigen Wellen plantschen und lesen. Da wir Käse das nicht den ganzen Tag machen können, ging es am Nachmittag noch mit einem Fahrer nach Ulu Watu, einem Hindu Tempel aus dem 15. Jahrhundert. Dieser liegt ganz im Südwesten der Insel, direkt an der Steilküste.
Es war irre heiß. Affen gab es dort auch wieder. Quasi eine Affenhitze. Ein bisschen entlang spaziert und gut war. Das Hotel hatte uns empfohlen dort den Sonnenuntergang anzusehen, aber wir beschlossen uns vorher zu unserem Abendziel zu begeben.

Es ging nach Jimbaran. Bekannt für viele Fischrestaurants direkt am Strand. Das ist in Bali nur dort möglich (lässt der Staat sich teuer bezahlen) und tatsächlich, alle Tische auf dem Sand, alle Stühle Richtung Wasser.
Fisch suchte man sich vorn an der Theke direkt aus und man wählte auch die Zubereitungsart etc aus. Wir teilten uns einen gegrillten 1,5kg Red Snapper und für Torsten gab es noch ein paar extra scharfe Muscheln dazu.
Hier konnten wir dann endlich einen ersten schönen Sonnenuntergang sehen.

Den Sonntag können wir relativ kurz abhandeln.
Wir hatten vorher schon den Wunsch mit einem Katamaran auf eine der Nachbarinseln zu segeln. Gewünscht, gebucht. Sonntag Morgen starteten wir zeitig zum Port Benoa, bestiegen unseren Katamaran und los ging die zweistündige Fahrt nach Nusa Penida.
Die Meerenge zwischen Bali und Nusa Penida war ganz schön rau, riesige Wassermassen in Bewegung und zack – nach einer Stunde war mir schlecht. Hin- und rückzu.
Was wir etwas bemängelten – die Segel waren nur zur Demo für die Touris draußen, gefahren sind wir mit Motor 🙁
Angekommen auf Nusa Penida, ein kleiner Strand, viel Grün, Hängematten, Liegestühle, Kokospalmen. Ja, leider fehlte die Sonne in meiner Aufzählung, aber vielleicht war die Bewölkung für uns Käse auch besser.
Kleine Anmerkung an dieser Stelle: inzwischen sind wir nicht mehr allzu sehr Käse, etwas Farbe bringen wir schon mit 🙂
Ja, was gab es da? Schnorcheln (diesmal viel bessere Bedingungen, ruhiges Wasser, Riff, Fische), BBQ Lunch, relaxen, ein Dorf anschauen, relaxen, zwei Stunden zurück „segeln“.

Am Abend hatte Torsten ein Candle Light Dinner arrangiert, zur Feier des Tages. Unser Tisch war mit einem besonderen dreistöckigen Umbrella geschmückt und das Menü war vorausgewählt. Natürlich balinesisch.
Eine Fischsuppe, gefolgt von Unmengen an Schälchen mit den verschiedensten Spezialitäten, in Spanien würde man es wohl Tapas nennen, lecker! Anschließend (leider) noch ein riesen Berg von allen möglichen indonesischen Desserts. Man, waren wir kugelrund als wir das Restaurant verlassen haben. Fast wäre ich geplatzt.

Montag – letzter voller Tag auf Bali.
Nach dem Frühstück ging es zum Spa, 75Min Vayu Massage für uns beide. Super gut. Sogar besser als die in Ubud.
Anschließend wollten wir gern nochmals in Ruhe Kuta/Legian erkunden.
Vielleicht erinnert ihr euch an den ersten Bericht von Bali, wo wir nach 500m umgekehrt sind, weil wir nicht an einer Abgasvergiftung sterben wollten.
Mit einem Stadtplan verschafften wir uns einen Ãœberblick und liefen los. Fernab von der einen Straße, die am Strand entlang ging und immer verstopft war – in Miami hieße sie Oceans Drive – gab es kleine Straßen und Gassen, die ein ganz anderes Kuta zeigten. Interessant. Bunt. Händler. Weniger aufdringlich als die am Strand. Restaurants. Dichter am Innenstadtkern Diskotheken. Im Zentrum ‚Ground Zero‘ – ein Monument mit Gedenktafel und Namen aller Opfer vom Anschlag 2002. 200 Tote gab es damals auf Bali. 150kg Sprengsatz von Muslimen, denen das bunte Treiben in den Straßen Kutas (Mallorca der Australier) nicht gefiel. Die haben die Typen aber geschnappt.
Vom Attentat 2005 hat man aber nichts gesehen, gehört oder gelesen. Torsten hat sich von einem der Händler ein tolles Souvenir mitgenommen. Schön gehandelt haben wir. Ich sage nur: Lamm-Leder aus Java.

Wir fanden es schön Kuta nochmal von der ’normaleren‘ Seite zu sehen, kehrten hier und da zum Mittag oder zu einem kühlen Kaltgetränk namens Bintang oder zu einem ’normalen Kaffee‘ von Starbucks (der im Hotel war sooo schlecht) ein und genossen den Tag.
Heiß war es aber, die Sonne knallte – dementsprechend fand man uns am Nachmittag am Strand wieder. Erneut auf Liegen unter einem Sonnenschirm, diesmal MIT Bodyboard. War Torstens Wunsch seit dem ersten Tag – also ging es in die Wellen zum Spielen. Man war das ein Spaß.
Wir blieben bis zum Sonnenuntergang, unser Abschied von Bali. Abends waren wir lecker essen, in einer dieser kleinen Lokale, diesmal international – verfeinert mit balinesischen Gewürzen oder Zubereitungsarten.
Ein schöner Abschluss.

Heute ging es dann nach dem Frühstück zum Flughafen und hier schließt sich der Kreis wieder mit dem Anfang meines Beitrages.

Wir sind traurig Bali zu verlassen. Es war eine sehr schöne Zeit. Aber der Urlaub ist noch nicht ganz zu Ende. Auch Kuala Lumpur hat noch ein bisschen was zu bieten und dann geht es ja auch erst am Freitag um 23:59 Uhr gen Heimat.. ähhh… räusper… Stuttgart.

Viele schöne Fotos und Erinnerungen haben wir auf jeden Fall jetzt schon im Gepäck.

P.S.: Wir freuen uns sehr über reichlich Kommentare.

 

Erste Eindrücke von Bali

Bali – endlich!
Bereits vorgestern am 19.08. sind wir auf Bali gelandet. Der Flug von KL ist überschaubar kurz und wir sind quasi mit dem Sonnenuntergang gelandet.
Das Panorama beim Anflug auf Bali hat was. Ein Ensemble von kleinen Inseln und Vulkanen. Wirklich sehr schön.
Dann der erste Kulturschock. Am Flughafen wird man zunächst von Kofferträgern penetriert. Echt nervend.
Die Taxifahrer stehen auch gleich parat. Aber unser Fahrer war sehr nett, auch wenn wir anfangs ein paar Zweifel hatten.
Für die Strecke Flughafen -> Legian haben wir ca. eine Stunde benötigt, da das Gebiet um Kuta/Legian irre voll ist und gen Abend alle die Gegend verlassen. Zu Fuß wären wir schneller gewesen. Da bin ich mir sehr sicher. Aber für die paar Euro saß ich lieber klimatisiert im Taxi und habe mir die Welt von drinnen angeschaut.
Die „Welt“ ist einfach krass. Flughafengebiet, Kuta und Legian haben NICHTS mit einem Urlaubsparadies zu tun. Menschen überall (okay, das gehört zu Asien dazu), Kneipe neben Kneipe, Hotel neben Hotel, dazwischen relativ viele Bettler und Menschen, die einem sonst was verkaufen wollen. Tausende Autos, Enge, Gestank und völlige Reizüberflutung. Wow. Aber was will man erwarten vom Mallorca Australiens.
Die Hauptstrasse machte einen Knick und genau hinter dem Knick befand sich unser Hotel Рdas Legian Beach. Schwein gehabt, eine sch̦ne ruhige Ecke.
Für den Abend blieb uns nur noch das Hotel betrachten (immerhin haben wir eine Stunde oder mehr im Taxi verbracht) und etwas Nahrung suchen. Letzteres endete sehr elegant im Hotel-eigenen Restaurant mit einer fantastischen Vorsuppe und einem nicht minder leckeren Hauptgang. Beides nach balinesischer Art. Mmmmmh. Anschliessend ein kurzer Spaziergang am Strand – dann ab in die Falle.
Tags darauf wollten wir faul sein, schliefen etwas aus und gingen zum Frühstück. Okay, Frühstück ist oookay, aber der Kaffee die pure Geschmacksvergewaltigung. Kein Kopi Luwak? Nene, ganz weit daneben. Undefinierbar. No way!
Anschliessend dann an den wirklich tollen Strand. Auch wenn Kuta und Legian dicke Touristenorte sind Рder Strand ist echt gut. Und das Wasser sch̦n warm und der Wellengang ganz ordentlich.
Leicht lästig waren die Verkäufer am Strand. An sich immer freundlich, doch auf Dauer zu viele und zu oft. Na ja.
Wir beide haben uns gleich mal etwas verbrannt. Trotz entsprechender Vorsorge. Auch ärgerlich. Aber Baden war toll. Das Wasser schön warm und die Wellen nicht von schlechten Eltern. Schilder mit „Obacht vor der Brandung und Unterströmung“ waren nicht sinnlos platziert. Dort sind Menschen schon verschwunden.
So haben wir dann beinahe den gesamten Tag vertrödelt. Abends wollten wir noch nach Legian „in die Stadt“. Haha. Witzig. Stadt? Gruselig. Entlang einer mit Tausend Autos befüllten Strasse gingen wir ca. 500m. Dann drehten wir einstimmig um – an einer Abgasvergiftung wollten wir nicht sterben.
Den Rest lasse ich mal aus.

Am nächsten Morgen (also gestern) war frühes Aufstehen angesagt. Unsere Rundreise „Bali einmal anders“ sollte starten. Um acht Uhr war Abreise (Hallo! Ich habe URLAUB!!).
Balinese Gustav (sein wirklicher Name) holte uns mit einem waschechten Jeep (Marke Daihatsu) ab. Insassen waren bereits vorhanden, die anderen beiden Mitreisenden.
Am nächsten Treffpunkt trafen wir dann auf Gede den Guide und den anderen Jeep samt vier Mitreisenden.

Ich fasse mich ab jetzt mal knapp, denn ich wollte den Artikel bereits gestern geschrieben haben. Und nun ist wieder ein Tag rum.

Gestern ging es dann erst einmal raus aus dem Trubel von Kuta und Legian. Entlang vieler kleinerer Orte (Eindrücke und insbesondere Gerüche sind absolut einmalig (hier wird auch noch Müll an der Strasse verbrannt)) verlief der Weg hinaus ins Land immer gen Norden. Je weiter wir den Massentourismus hinter uns liessen, umso schöner empfanden wir das bezaubernde Bali.
Unser erstes Ziel war Batukau und eine dort stattfindende Wanderung durch den Regenwald mit einem anschliessenden Mittag am Berg.
Darauf folgend ging es nach Bedugul auf eine Plantage mit heimischen Früchten, wie etwa Ananas, Kaffee (ja, Kopi Luwak), Kakao, Sternfrucht, Durian, Jack Fruit, Vanille, Kurkuma und was nicht sonst noch so alles. Kleine Kopi Luwak Kätzchen (noch ganz junge Tierchen) waren ebenso zu bewundern.
Und wer denkt, dass man Kopi Luwak dort billig bekommen kann – weit gefehlt. Der Kaffee ist näherungsweise so teuer wie bei uns in Deutschland. Aber verköstigt haben wir ihn dennoch.
Letztlich folgten wir dem Ziel in Richtung Lovina, wo unsere Reise am Abend enden sollte. Zuvor begleitete uns ein kleiner Stopp an den Zwillingsseen und eine Strasse gezäumt von Affen, die nur auf Fütterung von Touristen gewartet haben. Was für ein Spektakel.
Den Abend in Lovina liessen wir dann mit einem fantastischen Abendbrot (es gab Fisch – Mahi Mahi) am Meer in der gesamtem Gruppe ausklingen. Ein wirklich guter Start der Rundreise.

Tag 2 der Rundreise begann mit einer halben Stunde Autofahrt zu einem Tempel der Hindu nach Kubutambahan. Diese Art Tempel sind auf Bali überall verstreut.
Etwas verstörend an einer Besichtigung ist die Tatsache, dass die Raucher dort allesamt eine Kippe rauchen. Rauchen hat in Indonesien eindeutig noch einen anderen Status.
Dem Tempel folgte das Highlight des Tages – ein Ausflug zu einem Tauch- und Schnorchelspot samt versunkenem Schiff/Wrack.
Okay, wer nun denkt, dass uns eine Lagune mit feinem Sand und seichtem Wasser erwartet hat – weit gefehlt. Sehr große Steine und eine heftige Brandung waren am Start. Wohl war nicht nur mir nicht dabei. Aber was solls. Ich selbst war noch nie Schnorcheln, aber es klappte so einigermaßen und ich konnte die ersten bunten Fische erblicken. Schön. Das versunkene Wrack war auch schön anzublicken. Aber irgendwie war es heute etwas zu erzwungen und der Strand bzw der Tauchspot war nicht so ganz das, was wir uns erhofft hatten.
Nach einem leckeren Mittag ging die Reise weiter in Richtung Candi Dasa, unserem Ziel der heutigen Reise. Zuvor legten wir einen Zwischenstopp in einem Dorf der Nachfahren der balinesischen Ureinwohner (im Aga-Dorf РOrt Tenganan) ein. Okay, recht viel Tourismus drumherum und hier ein Stand, dort ein Stand zum Kauf sch̦ner Dinge. Aber es war durchaus sehr interessant.
Uns erwartete dann schon das Hotel (im Ãœbrigen ein Tochterhotel „unseres“ Legian Beach in Legian), der Pool und anschliessend ein spektakulär leckeres Essen in einem sehr kleinen Lokal. Bisher das beste und günstigste Essen. Läppische 180.000 Indonesische Rupiah oder eben 15,20€ für zwei Personen inklusive Getränke.
In Indonesien ist man schnell Millionär! Und in diesem Sinne verabschieden sich die beiden Millionäre in eine geruhsame Nacht.

Demnächst mehr an dieser Stelle!

selamat tidur

Bilder vom ersten Tag

Bilder vom zweiten Tag

 

Anbei noch eine Karte der ersten beiden Tage. Gestartet sind wir im Süden und fuhren im Uhrzeigersinn.
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Drei Tage Kuala Lumpur in 954 Worten

Gastbeitrag einer Mitreisenden:

Nun sind drei Tage in Kuala Lumpur rum. Was gibt es zu berichten?
Malaysian Airlines. Super pünktlich, sehr, sehr freundlich im Service mit etwas veralteten Maschinen. Ja, der Service war auch in der Economy Class vorzüglich!
Früh am morgen in KL gelandet, der Flughafen schlief noch, ab in die Express Bahn (KLIA Ekspres) in die City. Es wurde erst langsam hell aber die Randgebiete waren schon gut zu erkennen und gaben eigentlich das her, was man erwartet hat.

In der City angekommen konnten wir zum Glück recht zeitig ins Hotel.
In den drei Tagen haben wir viel gesehen und gemacht. Wir haben eine typisch touristische „hop on hop off“ Bus Tour gemacht, um uns einen Ãœberblick zu verschaffen und zu entscheiden, was wir bei den beiden Zwischenstopps noch sehen wollen, waren im Aquarium, haben Haie und Rochen über uns schwimmen gesehen – Rochen bis zu 2m Spannweite – Piranhas, Schildkröten und vieles mehr.

Die Bus Tour hat uns einen super Eindruck von der Stadt, den verschiedenen Vierteln, den Kulturen die hier aufeinander treffen und den Sehenswürdigkeiten vermittelt.
Einen prunkvollen Palast, Gärten, Parks, Seen, Wolkenkratzer und vieles mehr konnten wir sehen. Auch waren wir auf dem Fernsehturm, der vierthöchste der Welt mit 421m. Der Vorteil daran war, dass wir auch den direkten Blick auf die 452m hohen (und somit höchsten Zwillingstürme der Welt) hatten – die Petronas Towers.

Die Stadt an sich ist erst 150 Jahre alt, sehr modern, alles sehr sauber und strukturiert angelegt und dennoch mitten im Dschungel entstanden. Schon beeindruckend. Unabhängig erst seit 55 Jahren.

Gestern waren wir in Chinatown und im Central Market, einer großen Markthalle in Chinatown.
Gleich nach dem Aussteigen wurde es für mich etwas unangenehm, irgendetwas Nasses traf meinen rechten Schuh und Fuß. Ich möchte gar nicht wissen, was es war, aber es war klebrig und stinkte. Kurz danach am Durian Stand vorbei, den ersten den wir von nahem sahen (Stinkfrucht die in der Öffentlichkeit und in Hotels sogar verboten ist). Ich hatte schon starken Würgereiz – was Torsten gar nicht verstehen konnte – und fragte mich in dem Moment welchen Kulturschock ich wohl erlitten hätte, hätten wir als stop-over wohl Bangkok oder Shanghai gewählt.
Kuala Lumpur ist schon sehr anders als ich mir Südostasien vorgestellt hätte, aber hier war nun eine Grenze erreicht.
Ich lockte Torsten in den nächsten Starbucks (da gab es Internet und er hat die unteren beiden Beiträge endlich hochgeladen), während ich mir das eben gekaufte Wasser über den Fuß kippte.
Der gefrorene Java Chip Coffee frierte mir dann das Gehirn ein und schon konnte es weiter gehen.
Chinatown, beeindruckend, viel, voll, bunt, verschiedenste nicht immer angenehme Gerüche, Inder, Chinesen, Malayen, Japaner … und auch viele Stände mit Nahrungsmitteln an deren Hygiene ich zweifelte sowie Kitsch aus aller Welt.
Central Market war sehr angenehm. Klimatisiert.

Das Wetter an sich ist erträglicher als erwartet. Solange Wolken da sind, sind 28°C sogar angenehm. Aber heute kam die Sonne durch und 33°C wurden unerträglich.

Central Market – eine schöne Erfahrung, bunt, China und Little India gemischt. Stände mit allem.
Was machen die deutschen Touris als erstes? Halten ihre Füße für 5 Ringgit (1,5 Euro) in ein Becken mit Doktorfischen die einem die Füße nach toten Zellen und Hornhaut abknabbern. Ein schwerer Fehler. Das kitzelte ohne Ende, 10 Minuten können echt soooo lang sein. Noch ein bisschen rum geschlendert und ab in den Spa für umgerechnet 6 Euro die Füße für 30 Minuten massieren lassen.
Zwischen zupfen, massieren und entlang streicheln waren auch „Schläge“ enthalten, mit den Fäusten auf die Schienbeine. Torsten hatte Schweißausbrüche, je Bein einen. Ich fand es sehr angenehm und spätestens nach den Doktorfischen und dem Fußbad vor der Massage war das Ereignis vom Morgen in Chinatown vergessen.

Anschließend waren wir noch in einem Park mit dschungelähnlichem Grünzeug, Leguanen in freier Natur, einem See (Tümpel / Teich – nicht vergleichbar mit deutschen Parks), mussten aber aufgrund der Hitze und der Luftfeuchtigkeit schnell flüchten.

Unser Hotel ist ein Top Treffer. Im Zentrum der Stadt an einem zentralen Platz, im Blick des Zimmers die Twin Towers. Eine gute Bar im 33.Stock mit Pool in der Mitte und Bar drum herum. Der DJ spielt allerdings die Hits von vor 15 Jahren.
Der Empfangsbereich, der Service, der Concierge und das Frühstück sind außergewöhnlich gut – das Frühstück ein Traum – das Zimmer guter Durchschnitt.
Das Frühstück würde bei mir viel eher als ein Abendessen durchgehen, mehr warm als kalt. Warme Gerichten aus allen Kulturen die Malaysia prägen: China, Indien, Japan, Indonesien und die Philippinen. Sushi zum Frühstsück neben frischem Obst, indischem Curry etc.
Bei uns gab es meist die frischen Säfte, viel Obst, Gemüse, Omelett und dann doch das gute Brötchen mit z.B. Lachs.

Kulinarisch (am Abend) war besonders am zweiten Tag interessant – ein malaysisches Restaurant mit Büffet und ausführlichen Erklärungsversuchen der Service Kraft, wir haben einfach alles probiert. Dazu gab es dann einheimische Tänze. Die hohe Kunst dieser Tänze könnten selbst unsere deutschen Männer erlernen nur würden sie wahrscheinlich nie in solche Gewänder schlüpfen. Heute dann beim Japaner war schon eine etwas andere Erfahrung.
Bei Torsten passte sogar noch ein Eis rein: aus der Durian Frucht! Es stank und schmeckte auch nicht – mir zumindest. Oh je. Mündlicher Kommentar vom Torsten beim Lesen dieser Passage: auch zwei Stunden danach riecht es beim „Aufstossen“ noch nach DURIAN Frucht.

Heute geht es nun nach einem ausführlichem Frühstück und einem Green Tea Latte von Starbucks (sieht aus wie Gift und schmeckt auch so – aber wir haben Internet um das für euch zu posten 🙂 ) weiter nach Indonesien – Bali.
Sicher noch einmal ganz anders.
Zwei Nächte bleiben wir in unserem Hotel und dann startet auch schon die „Bali einmal anders“ – Rundreise mit 6 Personen im Jeep, eine Tour durch’s Land mit Wildwasserrafting, Fahrrad Tour (kein Downhill, es sei denn, Torsten büchst aus), Spa, Vulkanen, Dschungel, Reisfeldern, Teeplantagen etc. Wir sind gespannt.