Kopfkino

Vancouver, der erste Tag

So, widmen wir uns unserem ersten, echten, Tag in Vancouver.

Nachdem wir nun auf dem ersten Campground untergekommen waren, hatten wir, zumindest gilt das für die Autoren, eine geruhsame Nacht und konnten gar etwas ausschlafen.
Den Morgen starteten wir mit dem ersten Frühstück in unserem rollendem Heim. Anschliessend haben wir uns auf in die Innenstadt von Vancouver begeben. Bitte keine falschen Eindrücke bekommen – die Zeiger der Uhr stand bereits auf 12 Uhr. Früh Aufstehen war an diesem Morgen nicht die Devise.

Vancouver hat einen, zumindest aus unserer Sicht, einwandfreien Nahverkehr. Ja gut, wir mussten zunächst ca. einen Kilometer bis zum Skytrain (lokaler Schnellzug) wandern, aber immerhin auf einem real existierenden Fussweg. In den USA ist man so etwas eher gar nicht gewohnt.
Eine halbe Stunde Skytrain brachte uns dann direkt bis zur gewünschten Station namens „Waterfront“. Dort hatten wir uns bereits den Tag zuvor hin bewegt. Diesmal aber mit etwas mehr Zeit im Gepäck und so etwas wie einen Plan.

Wir machten zunächst einen kleinen Abstecher zu einer Rogers Filliale, um eine lokale PrePaid SIM Karte für den Internetzugang und etwaige Telefonate zu besorgen (erst im Wohnwagen am Abend stellte ich fest, dass die Tethering NICHT zulassen. Ich ärgere mich noch immer).

Anschliessend haben wir uns den in der Nähe liegenden Stadtteil „Gastown“ angesehen. Gastown wurde nach John „Gassy Jack“ Deighton benannt, der Betreiber des ersten Lokals in diesem Stadtteil.
Hier ereilte uns auch direkt eine erste Ãœberraschung: Daniel wurde ohne Vorwarnung von einer Möwe (oder was auch immer) beschissen. Also wortwörtlich beschissen. Wie Vögel das halt so machen. Ganz elegant am rechten Arm, Kamera knapp verfehlt, bis auf das linke Bein samt Hose. Hervorragend 😉

Ob der fortgeschrittenen Zeit haben wir uns daraufhin für einen Ausflug nach Granville Island entschieden. Stanley Park stand auch auf der Liste, wäre aber zeitlich verdammt eng geworden.
Granville Island ist eine kleine Insel südlich von Downtown Vancouver und beherbergt einen öffentlichen Markt (daher auch Public Market genannt). Wunderbar zu erreichen von Downtown Vancouver via ÖPNV. Fantastisch.

Der Markt und die Insel haben es uns direkt angetan. Malerisch gelegen, spektakulärer Blick auf Vancover … und dann der Markt selbst. Egal wohin der Blick fiel, überall frisches Obst, frische Früchte, Fisch in Massen und Varianten, Fleisch, Käse, Wurst, Schinken, …. einfach alles. Man würde fast glauben, man steht auf einem SEHR guten Markt in Deutschland. Der Markt hat zum Verweilen, Essen, Naschen und auch zum Fotografieren eingeladen. Ein tolles Erlebnis.

Den Tag dort liessen wir mit einem Bier ausklingen (mehr als verdient, wohlgemerkt. Denn wir waren quasi seit Tagen abstinent, da man Bier in Kanada nur im extra Shop kaufen kann uns sich bis dahin die Gelegenheit zum Einkauf nicht gegeben hatte).

Abschliessend machten wir uns auf den Rückweg, welcher wieder etwas Zeit in Anspruch nahm. Duschen, lecker Abendessen verspeisen, Bilder begutachten, Blog (für euch) schreiben, Bett, Gute Nacht.

Der kommende Tag, und somit auch niedergeschrieben in einem kommenden Beitrag, sollte uns nun nach Vancouver Island führen. Aktuell sind wir dort schon – Bericht folgt.