Kopfkino

Abschluss

Es ist nun nicht so, dass es nach Bali nur noch langweilig war. Durchaus nicht. Jedoch vergingen die Tage so schnell und schwups waren wir wieder in Deutschland.
Der Alltag hatte uns nicht umgehend zurück, aber fast. So blieb dann auch der abschliessende Bericht etwas auf der Strecke.

Der Abschied von Bali fiel uns durchaus schwer. Uns hat es dort super gefallen. Und ganz ehrlich, wir hätten uns die nun kommenden drei Tage in Kuala Lumpur gerne erspart und lieber auf Bali verbracht. Aber so ist es nun einmal und KL ist ja nun auch nicht so schlimm.

Am Anreisetag ging nicht mehr so viel. Wir waren noch lecker essen und das war es dann.
Für den kommenden Tag haben wir uns die Batu Caves vorgenommen. Diese Kalksteinhöhlen liegen nördlich von KL und beherbergen ein paar Hindutempel. Na gut, angesichts fehlender Alternativen haben wir uns auf den Weg dort hin gemacht.
Positiv zu Beginn: die Bahn. Technisch topp. Sehr sauber und super gekühlt. Und fährt bis direkt ans Ziel.
Die Höhlen sind schon etwas speziell und Heimat vieler Affen. Und leider sind die Höhlen nicht mehr in ihrem ursprünglichen Zustand belassen. Der Boden ist betoniert und überall sind Stahlgeländer verbaut. Einerseits verständlich, da hier zu diversen Hindufesten tausende Hindus versammelt sind. Andererseits aber auch etwas schade, da die Höhlen recht imposant sind.
Wir haben uns dort nicht ewig aufgehalten. Angereist, gesehen, bisserl gestaunt, abgereist. Hunger.

Tags darauf wollten wir uns dann doch noch die Petronas Towers geben, obwohl wir aufgrund des Hotels einen permanenten Blick auf jene haben. Aber hey, wir sind ja auch nur Touristen.
Die Karten mussten wir uns am Tag zuvor besorgen. Und so ging es gegen 12 Uhr auf die Türme.
Das Programm war straff organisiert und dauerte, wie vorab kommuniziert, knappe 45 Minuten. Na gut. Angesichts des Preises für die Besichtigung irgendwie etwas wenig. Schade.
Erster Stopp war die markante Brücke zwischen den beiden Türmen. Der Blick von hier ist nicht schlecht.
Der zweite Stopp war auf der obersten Etage (86 oder so?) des rechten Turm. Ein netter Blick von hier.
Wie es der Piepmatz geschafft hat, hier zu sterben, ist mir jedoch etwas unklar 😉

Anschliessend herrschte etwas Ratlosigkeit und wir entschlossen uns in den Tierpark zu fahren. Wir hatten sonst echt keine Ideen mehr.
Wir nahmen natürlich die öffentlichen Verkehrsmittel, was sich mit dem Bus als leichte Herausforderung herausstellte. Nicht, dass wir keinen Bus fahren wollten. Wir hatten nur nicht damit gerechnet und die Kiste war kompletter Schrott. Aber schon witzig.
Der Zoo stand dem in nichts nach. Eine leider herbe Enttäuschung. Sehr alt und klein. Über die Lebensbedingungen der Tiere wollten wir uns nicht zu viele Gedanken machen.
17 Uhr oder 18 Uhr mussten wir dann auch schnell los, da die Tore schliessen und ein ordentliches Gewitter nahte. Also wieder zurück in die Innenstadt. Ein Highlight stand uns noch bevor.

Der Concierge hatte uns schon informiert – am Abend sollte ein Feuerwerk direkt vor den Petronas Towers starten – also vor unserem Fenster quasi. Es war der Wechsel auf den 31.08., was Tag der Unabhängigkeit gegenüber den Briten bedeutet und Nationalfeiertag ist.
Tja, unser Hotel samt Zimmer entsprach einer Toplage. Wir konnten uns das Geschehen quasi direkt aus dem Bett anschauen. Wirklich toll. Spätestens hier hätte ich dann doch das Stativ für die Kamera gebrauchen können 😉

Den Tag drauf ging es zurück nach Good Old Germany. Na ja, der Flug war zu 23:59 Uhr angesetzt. Demnach hatten wir noch den ganzen Tag in KL zu verbringen und uns war sagenhaft langweilig. Haben wir aber auch überstanden und ab ging es in die Heimat.
Dort hatten wir ebenfalls noch einen ganzen Tag vor uns mit sehr gediegener Geburtstagsparty am Abend.

Das ist es gewesen.
Ein Fazit? Nicht wirklich. Lieber selbst rausfinden.
Uns hat es sehr sehr gut gefallen und wir nehmen fantastische Erinnerungen mit zurück.

Ach ja, wie sieht man aus, wenn man eindeutig zu scharf gegessen hat?

Boah, das war scharf

Drei Tage Kuala Lumpur in 954 Worten

Gastbeitrag einer Mitreisenden:

Nun sind drei Tage in Kuala Lumpur rum. Was gibt es zu berichten?
Malaysian Airlines. Super pünktlich, sehr, sehr freundlich im Service mit etwas veralteten Maschinen. Ja, der Service war auch in der Economy Class vorzüglich!
Früh am morgen in KL gelandet, der Flughafen schlief noch, ab in die Express Bahn (KLIA Ekspres) in die City. Es wurde erst langsam hell aber die Randgebiete waren schon gut zu erkennen und gaben eigentlich das her, was man erwartet hat.

In der City angekommen konnten wir zum Glück recht zeitig ins Hotel.
In den drei Tagen haben wir viel gesehen und gemacht. Wir haben eine typisch touristische „hop on hop off“ Bus Tour gemacht, um uns einen Ãœberblick zu verschaffen und zu entscheiden, was wir bei den beiden Zwischenstopps noch sehen wollen, waren im Aquarium, haben Haie und Rochen über uns schwimmen gesehen – Rochen bis zu 2m Spannweite – Piranhas, Schildkröten und vieles mehr.

Die Bus Tour hat uns einen super Eindruck von der Stadt, den verschiedenen Vierteln, den Kulturen die hier aufeinander treffen und den Sehenswürdigkeiten vermittelt.
Einen prunkvollen Palast, Gärten, Parks, Seen, Wolkenkratzer und vieles mehr konnten wir sehen. Auch waren wir auf dem Fernsehturm, der vierthöchste der Welt mit 421m. Der Vorteil daran war, dass wir auch den direkten Blick auf die 452m hohen (und somit höchsten Zwillingstürme der Welt) hatten – die Petronas Towers.

Die Stadt an sich ist erst 150 Jahre alt, sehr modern, alles sehr sauber und strukturiert angelegt und dennoch mitten im Dschungel entstanden. Schon beeindruckend. Unabhängig erst seit 55 Jahren.

Gestern waren wir in Chinatown und im Central Market, einer großen Markthalle in Chinatown.
Gleich nach dem Aussteigen wurde es für mich etwas unangenehm, irgendetwas Nasses traf meinen rechten Schuh und Fuß. Ich möchte gar nicht wissen, was es war, aber es war klebrig und stinkte. Kurz danach am Durian Stand vorbei, den ersten den wir von nahem sahen (Stinkfrucht die in der Öffentlichkeit und in Hotels sogar verboten ist). Ich hatte schon starken Würgereiz – was Torsten gar nicht verstehen konnte – und fragte mich in dem Moment welchen Kulturschock ich wohl erlitten hätte, hätten wir als stop-over wohl Bangkok oder Shanghai gewählt.
Kuala Lumpur ist schon sehr anders als ich mir Südostasien vorgestellt hätte, aber hier war nun eine Grenze erreicht.
Ich lockte Torsten in den nächsten Starbucks (da gab es Internet und er hat die unteren beiden Beiträge endlich hochgeladen), während ich mir das eben gekaufte Wasser über den Fuß kippte.
Der gefrorene Java Chip Coffee frierte mir dann das Gehirn ein und schon konnte es weiter gehen.
Chinatown, beeindruckend, viel, voll, bunt, verschiedenste nicht immer angenehme Gerüche, Inder, Chinesen, Malayen, Japaner … und auch viele Stände mit Nahrungsmitteln an deren Hygiene ich zweifelte sowie Kitsch aus aller Welt.
Central Market war sehr angenehm. Klimatisiert.

Das Wetter an sich ist erträglicher als erwartet. Solange Wolken da sind, sind 28°C sogar angenehm. Aber heute kam die Sonne durch und 33°C wurden unerträglich.

Central Market – eine schöne Erfahrung, bunt, China und Little India gemischt. Stände mit allem.
Was machen die deutschen Touris als erstes? Halten ihre Füße für 5 Ringgit (1,5 Euro) in ein Becken mit Doktorfischen die einem die Füße nach toten Zellen und Hornhaut abknabbern. Ein schwerer Fehler. Das kitzelte ohne Ende, 10 Minuten können echt soooo lang sein. Noch ein bisschen rum geschlendert und ab in den Spa für umgerechnet 6 Euro die Füße für 30 Minuten massieren lassen.
Zwischen zupfen, massieren und entlang streicheln waren auch „Schläge“ enthalten, mit den Fäusten auf die Schienbeine. Torsten hatte Schweißausbrüche, je Bein einen. Ich fand es sehr angenehm und spätestens nach den Doktorfischen und dem Fußbad vor der Massage war das Ereignis vom Morgen in Chinatown vergessen.

Anschließend waren wir noch in einem Park mit dschungelähnlichem Grünzeug, Leguanen in freier Natur, einem See (Tümpel / Teich – nicht vergleichbar mit deutschen Parks), mussten aber aufgrund der Hitze und der Luftfeuchtigkeit schnell flüchten.

Unser Hotel ist ein Top Treffer. Im Zentrum der Stadt an einem zentralen Platz, im Blick des Zimmers die Twin Towers. Eine gute Bar im 33.Stock mit Pool in der Mitte und Bar drum herum. Der DJ spielt allerdings die Hits von vor 15 Jahren.
Der Empfangsbereich, der Service, der Concierge und das Frühstück sind außergewöhnlich gut – das Frühstück ein Traum – das Zimmer guter Durchschnitt.
Das Frühstück würde bei mir viel eher als ein Abendessen durchgehen, mehr warm als kalt. Warme Gerichten aus allen Kulturen die Malaysia prägen: China, Indien, Japan, Indonesien und die Philippinen. Sushi zum Frühstsück neben frischem Obst, indischem Curry etc.
Bei uns gab es meist die frischen Säfte, viel Obst, Gemüse, Omelett und dann doch das gute Brötchen mit z.B. Lachs.

Kulinarisch (am Abend) war besonders am zweiten Tag interessant – ein malaysisches Restaurant mit Büffet und ausführlichen Erklärungsversuchen der Service Kraft, wir haben einfach alles probiert. Dazu gab es dann einheimische Tänze. Die hohe Kunst dieser Tänze könnten selbst unsere deutschen Männer erlernen nur würden sie wahrscheinlich nie in solche Gewänder schlüpfen. Heute dann beim Japaner war schon eine etwas andere Erfahrung.
Bei Torsten passte sogar noch ein Eis rein: aus der Durian Frucht! Es stank und schmeckte auch nicht – mir zumindest. Oh je. Mündlicher Kommentar vom Torsten beim Lesen dieser Passage: auch zwei Stunden danach riecht es beim „Aufstossen“ noch nach DURIAN Frucht.

Heute geht es nun nach einem ausführlichem Frühstück und einem Green Tea Latte von Starbucks (sieht aus wie Gift und schmeckt auch so – aber wir haben Internet um das für euch zu posten 🙂 ) weiter nach Indonesien – Bali.
Sicher noch einmal ganz anders.
Zwei Nächte bleiben wir in unserem Hotel und dann startet auch schon die „Bali einmal anders“ – Rundreise mit 6 Personen im Jeep, eine Tour durch’s Land mit Wildwasserrafting, Fahrrad Tour (kein Downhill, es sei denn, Torsten büchst aus), Spa, Vulkanen, Dschungel, Reisfeldern, Teeplantagen etc. Wir sind gespannt.