Kopfkino

Erste Eindrücke von Bali

Bali – endlich!
Bereits vorgestern am 19.08. sind wir auf Bali gelandet. Der Flug von KL ist überschaubar kurz und wir sind quasi mit dem Sonnenuntergang gelandet.
Das Panorama beim Anflug auf Bali hat was. Ein Ensemble von kleinen Inseln und Vulkanen. Wirklich sehr schön.
Dann der erste Kulturschock. Am Flughafen wird man zunächst von Kofferträgern penetriert. Echt nervend.
Die Taxifahrer stehen auch gleich parat. Aber unser Fahrer war sehr nett, auch wenn wir anfangs ein paar Zweifel hatten.
Für die Strecke Flughafen -> Legian haben wir ca. eine Stunde benötigt, da das Gebiet um Kuta/Legian irre voll ist und gen Abend alle die Gegend verlassen. Zu Fuß wären wir schneller gewesen. Da bin ich mir sehr sicher. Aber für die paar Euro saß ich lieber klimatisiert im Taxi und habe mir die Welt von drinnen angeschaut.
Die „Welt“ ist einfach krass. Flughafengebiet, Kuta und Legian haben NICHTS mit einem Urlaubsparadies zu tun. Menschen überall (okay, das gehört zu Asien dazu), Kneipe neben Kneipe, Hotel neben Hotel, dazwischen relativ viele Bettler und Menschen, die einem sonst was verkaufen wollen. Tausende Autos, Enge, Gestank und völlige Reizüberflutung. Wow. Aber was will man erwarten vom Mallorca Australiens.
Die Hauptstrasse machte einen Knick und genau hinter dem Knick befand sich unser Hotel Рdas Legian Beach. Schwein gehabt, eine sch̦ne ruhige Ecke.
Für den Abend blieb uns nur noch das Hotel betrachten (immerhin haben wir eine Stunde oder mehr im Taxi verbracht) und etwas Nahrung suchen. Letzteres endete sehr elegant im Hotel-eigenen Restaurant mit einer fantastischen Vorsuppe und einem nicht minder leckeren Hauptgang. Beides nach balinesischer Art. Mmmmmh. Anschliessend ein kurzer Spaziergang am Strand – dann ab in die Falle.
Tags darauf wollten wir faul sein, schliefen etwas aus und gingen zum Frühstück. Okay, Frühstück ist oookay, aber der Kaffee die pure Geschmacksvergewaltigung. Kein Kopi Luwak? Nene, ganz weit daneben. Undefinierbar. No way!
Anschliessend dann an den wirklich tollen Strand. Auch wenn Kuta und Legian dicke Touristenorte sind Рder Strand ist echt gut. Und das Wasser sch̦n warm und der Wellengang ganz ordentlich.
Leicht lästig waren die Verkäufer am Strand. An sich immer freundlich, doch auf Dauer zu viele und zu oft. Na ja.
Wir beide haben uns gleich mal etwas verbrannt. Trotz entsprechender Vorsorge. Auch ärgerlich. Aber Baden war toll. Das Wasser schön warm und die Wellen nicht von schlechten Eltern. Schilder mit „Obacht vor der Brandung und Unterströmung“ waren nicht sinnlos platziert. Dort sind Menschen schon verschwunden.
So haben wir dann beinahe den gesamten Tag vertrödelt. Abends wollten wir noch nach Legian „in die Stadt“. Haha. Witzig. Stadt? Gruselig. Entlang einer mit Tausend Autos befüllten Strasse gingen wir ca. 500m. Dann drehten wir einstimmig um – an einer Abgasvergiftung wollten wir nicht sterben.
Den Rest lasse ich mal aus.

Am nächsten Morgen (also gestern) war frühes Aufstehen angesagt. Unsere Rundreise „Bali einmal anders“ sollte starten. Um acht Uhr war Abreise (Hallo! Ich habe URLAUB!!).
Balinese Gustav (sein wirklicher Name) holte uns mit einem waschechten Jeep (Marke Daihatsu) ab. Insassen waren bereits vorhanden, die anderen beiden Mitreisenden.
Am nächsten Treffpunkt trafen wir dann auf Gede den Guide und den anderen Jeep samt vier Mitreisenden.

Ich fasse mich ab jetzt mal knapp, denn ich wollte den Artikel bereits gestern geschrieben haben. Und nun ist wieder ein Tag rum.

Gestern ging es dann erst einmal raus aus dem Trubel von Kuta und Legian. Entlang vieler kleinerer Orte (Eindrücke und insbesondere Gerüche sind absolut einmalig (hier wird auch noch Müll an der Strasse verbrannt)) verlief der Weg hinaus ins Land immer gen Norden. Je weiter wir den Massentourismus hinter uns liessen, umso schöner empfanden wir das bezaubernde Bali.
Unser erstes Ziel war Batukau und eine dort stattfindende Wanderung durch den Regenwald mit einem anschliessenden Mittag am Berg.
Darauf folgend ging es nach Bedugul auf eine Plantage mit heimischen Früchten, wie etwa Ananas, Kaffee (ja, Kopi Luwak), Kakao, Sternfrucht, Durian, Jack Fruit, Vanille, Kurkuma und was nicht sonst noch so alles. Kleine Kopi Luwak Kätzchen (noch ganz junge Tierchen) waren ebenso zu bewundern.
Und wer denkt, dass man Kopi Luwak dort billig bekommen kann – weit gefehlt. Der Kaffee ist näherungsweise so teuer wie bei uns in Deutschland. Aber verköstigt haben wir ihn dennoch.
Letztlich folgten wir dem Ziel in Richtung Lovina, wo unsere Reise am Abend enden sollte. Zuvor begleitete uns ein kleiner Stopp an den Zwillingsseen und eine Strasse gezäumt von Affen, die nur auf Fütterung von Touristen gewartet haben. Was für ein Spektakel.
Den Abend in Lovina liessen wir dann mit einem fantastischen Abendbrot (es gab Fisch – Mahi Mahi) am Meer in der gesamtem Gruppe ausklingen. Ein wirklich guter Start der Rundreise.

Tag 2 der Rundreise begann mit einer halben Stunde Autofahrt zu einem Tempel der Hindu nach Kubutambahan. Diese Art Tempel sind auf Bali überall verstreut.
Etwas verstörend an einer Besichtigung ist die Tatsache, dass die Raucher dort allesamt eine Kippe rauchen. Rauchen hat in Indonesien eindeutig noch einen anderen Status.
Dem Tempel folgte das Highlight des Tages – ein Ausflug zu einem Tauch- und Schnorchelspot samt versunkenem Schiff/Wrack.
Okay, wer nun denkt, dass uns eine Lagune mit feinem Sand und seichtem Wasser erwartet hat – weit gefehlt. Sehr große Steine und eine heftige Brandung waren am Start. Wohl war nicht nur mir nicht dabei. Aber was solls. Ich selbst war noch nie Schnorcheln, aber es klappte so einigermaßen und ich konnte die ersten bunten Fische erblicken. Schön. Das versunkene Wrack war auch schön anzublicken. Aber irgendwie war es heute etwas zu erzwungen und der Strand bzw der Tauchspot war nicht so ganz das, was wir uns erhofft hatten.
Nach einem leckeren Mittag ging die Reise weiter in Richtung Candi Dasa, unserem Ziel der heutigen Reise. Zuvor legten wir einen Zwischenstopp in einem Dorf der Nachfahren der balinesischen Ureinwohner (im Aga-Dorf РOrt Tenganan) ein. Okay, recht viel Tourismus drumherum und hier ein Stand, dort ein Stand zum Kauf sch̦ner Dinge. Aber es war durchaus sehr interessant.
Uns erwartete dann schon das Hotel (im Ãœbrigen ein Tochterhotel „unseres“ Legian Beach in Legian), der Pool und anschliessend ein spektakulär leckeres Essen in einem sehr kleinen Lokal. Bisher das beste und günstigste Essen. Läppische 180.000 Indonesische Rupiah oder eben 15,20€ für zwei Personen inklusive Getränke.
In Indonesien ist man schnell Millionär! Und in diesem Sinne verabschieden sich die beiden Millionäre in eine geruhsame Nacht.

Demnächst mehr an dieser Stelle!

selamat tidur

Bilder vom ersten Tag

Bilder vom zweiten Tag

 

Anbei noch eine Karte der ersten beiden Tage. Gestartet sind wir im Süden und fuhren im Uhrzeigersinn.
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Einfach ein Klassiker

Ihr kennt das sicherlich. Es gibt so ein bis zwei Essen, die kann man immer essen bzw immer machen. Nun, bei mir sind es in der Tat mehr als zwei. Aber ein absoluter Klassiker ist Pellkartoffeln mit Quark – so wie die Mama das immer macht.
Weihnachten daheim kam ich auch mal wieder in den Genuss und es war wie erwartet grandios.

So, heute sitze ich dann nach dem Putzen der Burg vor meinem Einkaufszettel. Was muss noch rauf, damit es heute noch was zwischen die Kiefer gibt? Hmm. Pellkartoffeln mit Quark haste selbst noch nie gemacht.
Also schnell die Mama angerufen und ein paar Tipps eingeholt, Einkaufsliste vervollständigt und ab die Post in den Gebauer’s.

Gar nicht so lange Zeit danach sitze ich nun auf dem Sofa und bin kurz vor dem Nahrungsmitell-Koma. Es war einfach wunderbar – und reichlich.

Pellkartoffel und Quark (und so wie ich heute mit Matjes dazu) ist einfach der Brüller. Sehr einfach und schnell. Und verdammt lecker.

Mahlzeit

My lovely Senorita

… ist nebenbei bemerkt auch ein toller Song von den Bananafishbones. Weiterhin aber auch die liebevolle Bezeichnung der neuen Errungenschaft.

Sie, ja es ist eine Sie, ja sie hört auf den Namen Edox und sieht einfach atemberaubend aus. Daher ist sie auch mein.
Aber Bilder sagen bekanntlich mehr als schlecht geschriebene Worte.