Kopfkino

Willkommen auf der Nordinsel

Da sind wir nun. Nach 3,5 Stunden Fährfahrt ab Picton, zunächst durch die Marlborough Sounds, dann ein schaukeliges Stück durch die Cook Strait bis hinein nach Wellington, Hauptstadt Neuseelands.

Blick auf Wellington
Blick auf Wellington

Am gleichen Abend bezogen wir nur noch unseren Platz für die Nacht: am Wasser.

Platz für eine Nacht
Platz für eine Nacht

Nach der bisher windigsten und somit schaukeligsten Nacht in unserem WoMo ging es am nächsten Morgen in Wellingtons Innenstadt.
Zunächst fuhren wir zum Mount Victoria, um von dort eine kleine morgendliche Wanderung (Fitbit-Mitstreiter: 2.000 Schritte und 50 Etagen) zu unternehmen und den Blick auf Wellington, den Hafen, die Vororte und den Flughafen zu genießen. Es hat uns ehrlich gesagt nicht all zu sehr beeindruckt. Baustile sind stark gemischt, die Stadt wirkt unstrukturiert, groß, viel Industrie.

Wellington vom Mount Victoria aus
Wellington vom Mount Victoria aus

Zentral geparkt ging es danach zu einem Markt direkt am Wasser. Wir kauften hier geräucherten Lachs von Stewart Island, Erdbeeren, Blaubeeren, Pfirsiche, Pflaumen, Tomaten, Paprika, Zucchini und Pilze. Ein toller kleiner Markt, auf dem man auch Küche aus aller Welt hätte genießen können: israelische, indonesische, griechische, italienische, chinesische usw. Dieser Markt ist eine klare Empfehlung für Jedermann, der an einem Sonntag in Wellington ist.

Markt
Markt

Unser anschließender Spaziergang durch die Stadt führte uns in einer Nebenstraße in ein nettes Cafe für eine Mittagspause. Cafe Panama. Wieder einmal sehr zu empfehlen. Dann ging es noch durch die bekannte Fußgängerzone Cuba Street und anschließend zurück in unser WoMo und gen Norden.

Cafe Panama
Cafe Panama

Ziel des Tages war Foxton Beach, ein Ort an der Westküste. Hier wurde aus einem kleinen Spaziergang zum Strand doch noch eine ausgedehnte Wanderung an einem herrlichen Strand und der eher zweckmäßige Halt an diesem Ort wird uns genau damit in schöner Erinnerung bleiben.

Treibgut
Treibgut

Am folgenden Tag schafften wir unseren Weg bis zum bekanntesten und größten See der Nordinsel: Lake Taupo. Auf dem Weg dahin hielten wir noch an der beeindruckenden Schlucht Mokai Canyon und gleichzeitig dem höchsten Bungee-Sprung der Nordinsel mit 80m. Wir waren Angsthasen und fuhren weiter an den schönen See und parkten für die Nacht – wieder direkt am Wasser 🙂
Ein Spaziergang, teilweise im Regen, durch die Stadt mit anschließend sehr gutem Steak im Restaurant und wir schliefen auch hier friedlich.

Mokai Canyon
Mokai Canyon

Nun folgten einige – besonders geothermale Highlights. Vor Lake Taupo sind wir schon an einem Nationalpark mit drei aktiven Vulkanen vorbei gefahren. Das aktive Gebiet und die geothermalen Highlights erstrecken sich von hier gen Norden bis ins Meer hinein.
Erster Halt waren die Huka Falls, wieder einmal nicht beeindruckend in Bezug auf Höhe oder Breite, sondern aufgrund der Wassermassen. Der Fluß ist 15m breit und 10m tief und pro SEKUNDE fließen etwa 200.000 Liter Wasser diesen Wasserfall hinab.

Huka Falls
Huka Falls

Nächster Stopp waren die Aratiatia Rapids. Dort werden Schleusen mehrmals am Tag geöffnet und das angestaute Wasser fließt herab in einen zerklüfteten Canyon, füllt nach und nach einen Pool, bis es wieder überlauft und ein voller Flusslauf wird. Insgesamt umspektakulärer als erwartet.

Aratiatia Rapids
Aratiatia Rapids

Nun wurde es richtig spannend für Geo-Fans (Hallo Alex 🙂 )!
In Wai-O-Tapu gibt es einen Park, in denen mehrere Dinge zugänglich gemacht wurden. Wir riechen schon am Parkplatz Schwefel, sehen aufsteigende Dämpfe. Im Park erwarten uns verfärbte Wasserbecken, blubbernder Schlamm, kochendes Wasser. Wirklich spektakulär, wir haben so etwas in dem Umfang noch nicht erleben dürfen.

Farbenpracht
Farbenpracht
Schwefel
Schwefel
Kocht es oder sind es Gase?
Kocht es oder sind es Gase?
Kochendes Wasser
Kochendes Wasser
Farbenpracht II
Farbenpracht II
Devils Pool
Devils Pool
Blubbernder Schlamm
Blubbernder Schlamm
Brodelnder Schlamm
Brodelnder Schlamm

Unser Nachtlager ist wieder eher zweckmäßig und dieses Mal in Cambridge. Der nächste Tag führt uns bis Auckland, wo wir uns bei lieben Freunden spontan selbst eingeladen haben und einen netten Abend verbringen, bevor für uns die Nachtruhe in unserem WoMo vor deren Haustür einkehrt. Danke für den netten Abend #18300 !